Die 60. Vierschanzentournee sorgt schon beim Auftaktbewerb für einen echten Thriller, in dem die ÖSV-Adler mit einem Dreifacherfolg das bessere Ende für sich hatten. Gregor Schlierenzauer (283 Punkte) siegt vor Andreas Kofler (265,2 Punkte) und Thomas Morgenstern (264,3 Punkte) Dabei sah es lange nach einem Favoritensterben in Oberstdorf aus.
Schon vor dem ersten Springen der Tournee zitterten Springer und Verantwortliche dem Wetter entgegen. Am Ende sollte alles zusammenkommen, was ein Skispringen eigentlich unmöglich macht: Dichter Schneefall, Temperaturen um die null Grad und Wind, der sich nicht entscheiden konnte, ob er zuerst von hinten oder doch von vorne blasen sollte. Die Jury entschied sich den Bewerb planmäßig zu starten, eine Fehlentscheidung, die man mit einem Neustart des ersten Durchgangs korrigierte. Ein Glücksfall für den Sieger.
Favoritensterben verhindert
So landete Schlierenzauer bei seinem ersten Versuch nur bei 103 Metern, was nicht nur das Ergebnis in Oberstdorf sondern auch die Gesamtwertung für den nun 37-fachen Weltcupsieger in Gefahr brachte. Am Ende ließen die Verhältnisse sogar noch einen zweiten Durchgang zu, in dem Schlierenzauer den halbzeitführenden Kofler noch abfangen konnte. Der Weltcupleader sorgte im Finale für eine Schrecksekunde, als ihn im letzten Teil seines Sprunges eine Windböe erfasste und fast zu Sturz brachte. Die Noten waren ebenso wie der Sieg dahin. Mit Platz zwei bleibt Kofler jedoch in Reichweite.
Der dritte Dreifachsieg
Mit Thomas Morgenstern auf Platz drei schafften die Adler Historisches. Erst zwei Mal gelang es österreichischen Springern zuvor, sich alle drei Podestplätze bei einem Bewerb der Vierschanzentournee zu sichern. In Bischofshofen 1960 (Albin Plank, Otto Leodolter, Willi Egger) und Innsbruck 1975 (Karl Schnabl, Edi Federer Hans Wallner). 2011 sieht es nun so aus, als könnten sich die Österreicher nur gegenseitig aus dem Adlerhorst werfen.
Die Adler gehen auf Beutejagd
Mit Severin Freund (4.) und Anders Bardal (6.) bleiben jedoch zwei ganz heiße Eisen an den Österreichern dran. Vor allem Freund dürfte den Länderkampf zwischen Österreich und Deutschland zusätzlich anheizen. Wer Tourneesieger wird, lässt sich statistisch nach dem ersten Springen übrigens nur schwer sagen, eine Tendenz ist jedoch erkennbar: In den letzten zehn Jahren gewann der Sieger von Oberstdorf bei den zehn Versuchen sechs Mal auch die Tournee. In den letzten beiden Jahren gelang dies Andreas Kofler und Thomas Morgenstern. Folgt nun Gregor Schlierenzauer?
Das gesamte Ergebnis finden Sie auf der zweiten Seite.
- ArtikelSlowenien gewinnt Teamspringen
- ArtikelPointner: "Keine Staatstragödie"
- ArtikelÖSV-Adler schwer geschlagen
- ArtikelNorwegen gewinnt Teamspringen
- ArtikelAm Tisch mit Gregor Schlierenzauer
- ArtikelSchlierenzauer siegt in Val di Fiemme
- ArtikelKranjec gewinnt erstes Kulm-Fliegen
- ArtikelPointner: "Schlierenzauer gelassen"
- ArtikelPointner: "Dann dreh' ich durch"
- ArtikelDie heißen Duelle der Adler
- ArtikelKofler bestätigt Favoritenrolle
- ArtikelLoitzl und Co.: Schicksalsjahre
- ArtikelGoldberger: "Blödsinn!"
- ArtikelDie Schmankerl der Vierschanzentouree
- Artikel"Triple AAA" bei der Tournee
- ArtikelTournee übertrifft sich selbst
- ArtikelSchlierenzauer gegen den Fluch


























Mitkommentieren! Sagen Sie uns Ihre Meinung ›