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Stecher: "Es sieht gut aus für die WM"

Mario Stecher spricht im sport10.at-Interview über seine WM-Chancen nach der Knieverletzung. Warum das Alter keine Rolle spielt und wo die FIS sich hinterfragen muss.

Ski Nordisch |  14.02.2013 | 11:40 |  Matthias Höbarth

Eigentlich wollte Mario Stecher in diesem Winter seinen 13. Weltcupsieg klar machen. Stattdessen erlitt er beim Sprungtraining in Seefeld seine insgesamt neunte Knieverletzung und bangte kurzzeitig sogar um die Fortsetzung seiner Karriere.

Auch wenn sich Stechers Krankenakte mindestens so beeindruckend liest wie seine Erfolgstory, möchte der Olympiasieger und Weltmeister noch in diesem Winter seinen x-ten Frühling erleben. Einen Antritt bei der WM in Val di Fiemme macht er von den Erfahrungswerten beim Training am kommenden Wochenende abhängig. "Es hat sich alles sehr positiv entwickelt. Wenn das Training am Wochenende gut verläuft, bin ich überzeugt, dass ich auch dabei sein werde. Dann kann ich für unsere Mannschaft sicher eine Verstärkung sein", stellt Stecher klar.

Ich bin mir sicher, dass ich auf einem sehr guten Level bin, und dass ich vorne mitmischen kann
Mario Stecher über seine WM-Chancen

Der Formaufbau des Eisenerzers in Richtung WM stimmt jedenfalls. "Ich bin mir sicher, dass ich vor allen Dingen im Langlaufen auf einem sehr guten Level bin, und dass ich vorne mitmischen kann", sagt ein selbstbewusster Mario Stecher, der die ÖSV-Kombinierer insgesamt im Aufwind sieht. "Man hat in Sotschi gesehen, dass wir mannschaftlich sehr stark sind. Wir sind Dritter geworden und von den Franzosen nur knapp geschlagen worden. Es ist natürlich viel vom Wind und vom Material abhängig, aber das Potenzial um ganz vorne dabei zu sein, ist da."

Ich bin guter Dinge, dass ich meine Karriere mit Olympia in Sotschi ausklingen lassen kann
Mario Stecher über sein Karriereende

Vorne mitmischen möchte Stecher selbst auch noch über den Zeitraum der WM hinaus. "Ich bin guter Dinge, dass ich noch ein Jahr anhängen kann und meine Karriere mit Olympia in Sotschi ausklingen lassen kann. Das ist ein Bild, das ich vor Augen habe", gibt sich der 35-Jährige zuversichtlich. Auch von den Veränderungen des Reglements beim Springen will sich "Super-Mario" nicht beirren lassen. "Das Gefühl mit den neuen Anzügen ist schon sehr gut. Was das Thema Sicherheit anbelangt ist es aber eine Fehlinvestition. Das geht komplett in die verkehrte Richtung. Da muss sich die FIS etwas überlegen", legte Stecher nach.

Stecher: "Es ist egal wie alt man ist"

Auftrieb gibt Stecher der jüngste Sieg von Christoph Bieler im Weltcup von Almaty. Als gutes Omen für die Routiniers lässt er den Sieg des 35-jährigen Bieler aber  nicht gelten. "Auf der Ergenisliste spielt es absolut keine Rolle, ob du 16 oder 40 Jahre alt bist. Es ist egal wie alt man ist. Man kann auch mit 40 Jahren ein Top-Leistung bringen."