Wenn Wolfgang Loitzl mit Platz 18 und am nächsten Tag mit Platz acht als bester Österreicher tituliert wird, ist die Sachlage schnell klar: Für das österreichische Mini-Team war am Sapporo-Wochenende nicht viel zu holen. Selbst Andreas Kofler - in den letzten beiden Jahren in Japan immer in den Top ten - schaffte im ersten Bewerb nicht den Sprung in den zweiten Durchgang, am Sonntag wurde er 13. Ohne neue Erkenntnisse bleibt man dennoch nicht, vor allem Cheftrainer Alex Pointner sieht alles aus einer anderen Perspektive.
Das ganz andere Springen
Bei den Sprüngen des Miniteams dürfte der Stift auf dem Notizblock also geglüht haben. Vor allem das Formtief von Andreas Kofler gibt wohl zu denken, wenngleich Pointner aus eigenen Erfahrung weiß, wie schwer es in Sapporo zu springen ist: "Die Strömung dort verhält sich wie zähflüssiger Honig und braucht einige Zeit, bis sie am Springer anliegt. Umso weniger Anlauf, umso schwieriger wird diese Anpassung. Da kann der kleinste Fehler ausschlaggebend sein, ob du überhaupt noch ins Fliegen kommst oder nicht - da hast du schnell 20 Meter unterschied."
Japan überhaupt eine Reise wert?
Das die Weltcupreise nach Japan, die viele Topspringer jedes Jahr auslassen, überhaupt aus dem Kalender gestrichen gehört, will Pointner nicht hören. "Japan hat da sehr viel Tradition. Es gibt sehr viele Skisprunggenerationen. Sehr viele Erlebnisse und Sportgeschichten, die unseren Sport geprägt haben, sind dort entstanden. Wenn wir sagen, dass wir präsent sein wollen bei den Nationen, dann ist es auch sehr wichtig, dass wir in Japan springen." Freuen wird der Japan-Trip auch Jan Matura, der 32-jährige Tscheche sicherte sich in beiden Bewerben den Sieg.
















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