Gregor Schlierenzauer präsentierte sich im polnischen Wisla flügellahm. Dass er beim Springen zur Primetime jedoch nicht mal die Chance bekam, mit dem Sieg-Rekord von Matti Nykänen gleichzuziehen, hatte jedoch nichts mit einem verkorksten Sprung zu tun, sondern mit einem grippalen Infekt inklusive leichtem Fieber, der den 23-Jährigen nach dem ganzen Stress bei der Tournee heimsuchte. Damit stellte sich unweigerlich die Frage: Wie schlagen sich die ÖSV-Adler, wenn das derzeitige Zugpferd krank im Bett liegt?
ÖSV-Adler mit (Wind-)Watschn
Mit dem Sieg, den der Norweger Anders Bardal einfahren konnte, hatten die Österreicher an diesem Tag nichts zu tun. Zwar hielt Kofler nach dem ersten Durchgang als Fünfter die österreichischen Fahnen hoch, doch wurde er im zweiten Durchgang vom Rückenwind eiskalt auf die Schanze gedrückt. "Der Frust ist groß, ich weiß gar nicht, was im zweiten Durchgang passiert ist." Den übrigen Österreichern ging es unwesentlich besser. Michael Hayböck scheiterte schon im ersten Durchgang, Thomas Morgenstern etwa haderte mit Wind und schlechter Form: "Es ist eine schwierige Phase derzeit. Wenn es zach läuft, kommt das Pech auch noch dazu", sagt er selbst.
Kein Kraftakt in Wisla
Somit genügt am Ende Wolfgang Loitzl überraschend Platz 12, um sich an diesem Tag als bester Österreicher bezeichnen zu können. Es ist das schlechteste Ergebnis der österreichischen Mannschaft seit Sapporo 2006. Daran hätte möglicherweise etwas mehr Aufwind etwas geändert, doch wie schon Morgenstern im Auslauf sagte: "Wenn die Ampel auf grün springt, muss man einfach hüpfen."
















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