Vor genau sechs Jahren hätte man Gregor Schlierenzauer am Bergisel nicht ansprechen dürfen. Der damals erst 16-Jährige war nach seinem Heimspringen bitter enttäuscht. Ausgerechnet auf seinem Hausberg hatte er alle Chancen auf den Tournee-Sieg verspielt. Es wäre die große Sensation gewesen, hätte sich Schlierenzauer gleich bei seinem ersten Antreten die Krone aufgesetzt.
Jacobsen, der Prophet
"Innsbruck brachte damals die große Wende zu meinen Gunsten", erinnerte sich der gelernte Klempner vor dem dritten Tournee-Bewerb zurück und schickte vielsagend nach: "Ich denke, dass Innsbruck auch heuer wieder ausschlaggebend sein wird. Die Punkte werden wandern, mal schauen in welche Richtung."
Im Nachhinein haben Jacobsens Worte fast etwas prophetisches. Denn Innsbruck könnte erneut der Wendepunkt gewesen sein. Diesmal aber zugunsten von Schlierenzauer, der mit einer herausragenden Leistung am Bergisel nicht nur den Tagessieg einsackte, sondern auch die Tournee-Führung. Der ÖSV-Star verwandelte einen 12,5-Punkte-Rückstand in einen 10,7-Zähler-Vorsprung - auch weil Jacobsen zwei Mal patzte.
"Der Kuchen ist noch nicht gegessen"
Ganz abschreiben wollte der Norweger seinen zweiten Tournee-Sieg nach 2007 aber noch nicht. „Es ist noch nicht vorbei, es gibt noch zwei Sprünge." Auch Schlierenzauer will sich nicht vorzeitig zur Titelverteidigung gratulieren lassen. Der Kuchen ist noch nicht gegessen. Ich freue und konzentriere mich nun auf den Showdown in Bischofshofen."
















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