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Bergisel erneuter Wendepunkt

Der Bergisel als erneuter Wendepunkt

Vor sechs Jahren verspielte Gregor Schlierenzauer in Innsbruck den Tournee-Sieg. Jetzt könnte der Bergisel wieder zum Wendepunkt geworden sein.

Ski Nordisch |  04.01.2013 | 18:17 |  Kurt Vierthaler

Vor genau sechs Jahren hätte man Gregor Schlierenzauer am Bergisel nicht ansprechen dürfen. Der damals erst 16-Jährige war nach seinem Heimspringen bitter enttäuscht. Ausgerechnet auf seinem Hausberg hatte er alle Chancen auf den Tournee-Sieg verspielt. Es wäre die große Sensation gewesen, hätte sich Schlierenzauer gleich bei seinem ersten Antreten die Krone aufgesetzt.

Aber der Tournee-Leader stürzte just in Innsbruck, wo er jeden Quadratzentimeter kennt, ab und verlor fast 38 Punkte auf Tagessieger Anders Jacobsen. Der Norweger, der vor dem Bergisel-Springen noch 17,6 Zähler hinter Schlierenzauer lag, schaffte in Österreich den Turnaround.

Jacobsen, der Prophet

"Innsbruck brachte damals die große Wende zu meinen Gunsten", erinnerte sich der gelernte Klempner vor dem dritten Tournee-Bewerb zurück und schickte vielsagend nach: "Ich denke, dass Innsbruck auch heuer wieder ausschlaggebend sein wird. Die Punkte werden wandern, mal schauen in welche Richtung."

Im Nachhinein haben Jacobsens Worte fast etwas prophetisches. Denn Innsbruck könnte erneut der Wendepunkt gewesen sein. Diesmal aber zugunsten von Schlierenzauer, der mit einer herausragenden Leistung am Bergisel nicht nur den Tagessieg einsackte, sondern auch die Tournee-Führung. Der ÖSV-Star verwandelte einen 12,5-Punkte-Rückstand in einen 10,7-Zähler-Vorsprung - auch weil Jacobsen zwei Mal patzte.

"Der Kuchen ist noch nicht gegessen"

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"Ich habe heute einfach zwei schlechte Sprünge gezeigt. Ich war sehr angespannt und deswegen beim Absprung zu spät dran. Es war mein eigener Fehler. Schade, dass es genau jetzt passiert ist", suchte der 27-Jährige nicht lange nach Ausreden.

Ganz abschreiben wollte der Norweger seinen zweiten Tournee-Sieg nach 2007 aber noch nicht. „Es ist noch nicht vorbei, es gibt noch zwei Sprünge." Auch Schlierenzauer will sich nicht vorzeitig zur Titelverteidigung gratulieren lassen. Der Kuchen ist noch nicht gegessen. Ich freue und konzentriere mich nun auf den Showdown in Bischofshofen."