1,04 Sekunden war der Rückstand auf Aksel-Lund Svindal, als Klaus Kröll im Ziel abschwingt. "Ich wusste am Start über nichts Bescheid, habe mich bewusst nicht informieren lassen. Das war sehr wichtig, weil ich mich so sehr gut vorbereiten habe können", sagt Kröll.
Das bange Warten im Ziel
Der Bulle von Öblarn ergänzt: "Im Ziel dachte ich zunächst, es sei gegen mich gelaufen. Es waren dann lange Minuten, bis die restlichen drei Fahrer im Ziel waren. Es war ein permanentes Auf und Ab mit den Zwischenzeiten, ich habe sehr geschwitzt. Als es dann vorbei war, habe ich es gar nicht so richtig realisiert."
Klaus Kröll
Beat Feuz stand noch oben. Der Schweizer war schnell unterwegs und fuhr schließlich auch auf den zweiten Rang. Somit war klar, Kröll ist Abfahrts-Weltcup-Sieger. "Es ist ein unglaubliches Gefühl der Freude, diesen Titel erreicht zu haben. Auch für meine treuen Fans, die bei jedem Rennen dabei sind. Ich weiß, dass die Abfahrtskugel in Österreich einen hohen Stellenwert hat, bin daher stolz, für Österreich gewonnen zu haben", so Kröll.
Kröll war immer in den Top-10
Seine ersten Gratulanten waren Svindal und Feuz. "Es kommt nicht oft vor, dass ein Typ zuhause eine Weltcup-Kugel gewinnen kann. Er ist ein Downhill-Master, genauso wie Didier Cuche - der wäre es auch noch, wenn er heute als Letzter runtergekommen wäre", so Svindal.
Aksel-Lund Svindal
Krölls Schlüssel zum Erfolg war in dieser Saison ganz bestimmt, dass er bei keiner einzigen Abfahrt ausgefallen ist, immer gepunktet hat, ja sogar immer in den Top-10 war. Das weiß auch Feuz: "Er ist ein ruhiger Typ, der weiß, was es braucht, schnell zu sein. Er hat immer alles riskiert und keinen Ausfall produziert. Das war der Schlüssel zum Erfolg."
Party-Muffel Klaus Kröll
Obwohl es die erste Kristallkugel für Kröll war, wird er heute die Nacht nicht zum Tag machen, sondern die Party auf Donnerstag verschieben.
"Morgen ist noch der Super-G, da kann ich zwar um die Einscheidung nicht mehr mitreden, will aber trotzdem eine gute Leistung zeigen", erklärt Kröll. Da machen sich die beiden Schweizer Feuz und der in der Abfahrt schwer geschlagene Cuche die Kugel untereinander aus.
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