Marcel Hirscher ist der erste Skifahrer seit Hermann Maier, der so richtig polarisiert. Einer, der die Massen interessiert und für den Skisport begeistern kann. Die starke Frau an seiner Seite ist das bildhübsche Model und die akademisch gebildete Laura. Sie arbeitete bereits auf Laufstegen in Mailand.
"Mir macht es Spaß, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Man bekommt ein anderes Bild von sich selbst. Und ich verdiene mir damit ab zu und ein Taschengeld. Aber das Studium stand immer im Vordergrund", sagt Laura im Gespräch mit der SportWoche. Derzeit arbeitet Marcel Hirschers Freundin als Assistentin am Institut für Kommunikationswissenschaft der Uni Salzburg.
Wann und wo es geht, steht sie Marcel bei. Der hat sich trotz der Erfolge (6 Saisonsiege; Anm.) ganz und gar nicht verändert. "Er ist immer noch der alte Marcel. Der hebt nicht ab, bringt auch nach wie vor den Müll runter", sagt sie. Besonders beim Kochen ist der Technikspezialist ein Ass: "Seine Wok-Gerichte sind vorzüglich."
Was hat Hirscher aus der Einfädel-Causa gelernt?
Und trotz der Siege in diesem Winter geriet Hirscher zuletzt in den Mittelpunkt der Kritik. Stein des Anstoßes: Er soll beim Slalom in Zagreb bei einem Tor eingefädelt haben. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Ivica Kostelic schoss in Richtung Hirscher, ehe es dann doch vor dem Nightrace in Schladming zur großen Versöhnung kam.
Doch welche Lehren hat Hirscher aus der Einfädler-Causa gezogen? "Eine, die man auf alle Lebenslagen ummünzen kann. Dass sich das Wetter von einem Tag zum anderen radikal ändern kann. Von eitel Sonnenschein auf starker Gegenwind. Und dass es schon alleine deshalb wichtig ist, jeden Tag zu genießen."
Laura drückt in Schladming die Daumen
Am kommenden Wochenende greift Hirscher im bulgarischen Bansko wieder in das Weltcup-Geschehen ein. Am Samstag steht dort ein Riesentorlauf (9.00 Uhr live in ORF eins) auf dem Programm, am Sonntag ein Slalom (09.00 Uhr live in ORF eins). Sollte er in beiden Rennen wieder von ganz oben lachen, wäre der Gesamt-Weltcup nach wie vor ein Thema.
"Dazu müsste es in den technischen Disziplinen so weitergehen wie zuletzt. Das kann man aber natürlich nicht planen. Es bleibt dabei: Der Weltcup ist nicht mein vordergründiges Ziel", so Marcel. Ganz egal wie es beim Weltcup-Finale steht, dort wird er wohl wieder von Freundin Laura unterstützt: "Ich nehme mal an, dass ich beim Finale in Schladming dabei sein werde. Das ist mir auch lieber, weil ich vor dem Fernseher viel nervöser bin", sagt Laura.
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Außerdem in der SportWoche: Warum Marcel Hirscher als Schnösel beschimpft wurde, wie seine Freundin Laura mit dem Rummel umgeht und was sie Marcel in der schweren Zeit geraten hat. PLUS: Alles zum Wiener Derby, Poster von David Alaba und Roman Kienast im Interview!
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