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Anna Fenninger holt ersehnte

Fenninger: Edelmetall im letzten Anlauf

Anna Fenninger nutzt ihre letzte Medaillenchance bei dieser WM und holt Bronze im Riesentorlauf. Gold geht an die Französin Tessa Worley vor der erklärten Favoritin Tina Maze.

Ski Alpin |  14.02.2013 | 15:18 |  Matthias Höbarth

Eigentlich wollte Anna Fenninger bereits in den Speedisziplinen zuschlagen. Doch eine WM hat eben ihre ganz eigenen Gesetze. Und so nutzte die Salzburgerin ihre letzte Medaillenchance und eroberte Bronze im Riesentorlauf.

"Es war eine extrem schwierige WM. Das ganze Drumherum hat mich enorm gefordert. Ich habe schon nicht mehr daran geglaubt", fiel Fenninger merklich ein Stein vom Herzen. Fenninger fuhr im RTL mit der berümten Wut im Bauch zur Medaille. Enorm groß war die Enttäuschung, als sie im Super-G völlig unvermittelt am Tor vorbei fuhr.

Heute hab ich nochmal alles reingehaut und es hat gepasst
Anna Fenninger

"Ich hab immer versucht, die Rennen so schnell wie möglich abzuhaken. Darüber nachzudenken, kostet nur Energie. Heute hab ich nochmal alles reingehaut und es hat gepasst", schildert die 23-Jährige ihren Umgang mit diesem Rückschlag.

Ausgerechnet im Riesentorlauf klappt's

Interessant ist nicht nur Fenningers bravouröser Umgang mit dem Druck, sondern auch die Tatsache, dass es ausgerechnet im Riesentorlauf geklappt hat. Denn der ist eigentlich nicht ihre erklärte Lieblingsdisziplin. Obwohl sie ihren einzigen Weltcupsieg in dieser Saison im RTL am Semmering eingefahren hat.

Dabei war für Fenninger sogar noch mehr möglich. Im unteren Teil der Strecke büßte sie über eine halbe Sekunde auf Tina Maze ein und musste sich der Slowenin schließlich um sechs Hundertstel geschlagen geben. Gegen Tessa Worley war aber ohnehin kein Kraut gewachsen. Die Französin gewann mit über einer Sekunde Vorsprung.

Zettel fasst Blech aus

Während Fenninger über ihre Medaille jubeln darf, ging der undankbare vierte Rang an Kathrin Zettel. Dank Fenninger holt Österreich die insgesamt vierte Medaille bei der Heim-WM. Für sie selbst ist es nach Kombi-Gold von Garmisch-Partenkirchen 2011 die insgesamt zweite WM-Einzelmedaille ihrer Karriere. Damit lebt Österreichs Chance auf Platz eins im Medaillenspiegel trotz der bis dato insgesamt mäßigen Leistungen.



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