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Manche erdrueckt Erwartungshaltung

"Manche erdrückt die Erwartungshaltung"

Petra Kronberger bei sport10.at. Wie sich ein Heim-WM-Titel anfühlt, warum manche Athleten am Druck zerbrechen und ob Anna Fenninger in ihre Fußstapfen treten könnte.

Ski Alpin |  09.02.2013 | 15:21 |  Raphael Pikisch

Petra Kronberger ist eine der größten heimischen Skiläuferinnen. Sie hat alles gewonnen, was zu zu gewinnen gab. Olympia-Gold, WM-Titel, Gesamtweltcup und und und. Eine Dame von ihrem Format darf bei einer Heim-WM natürlich nicht fehlen. Die Salzburgerin sitzt als Zeremonienmeisterin im OK-Team und zittert so natürlich auch der Damen-Abfahrt (11.00 Uhr) am Sonntag entgegen

"Das ist was ganz besonderes"

Wie es sich anfühlt, vor eigenem Publikum eine WM-Goldene zu gewinnen, weiß sie aus eigener Erfahrung. Bei den Weltmeisterschaften 1991 in Saalbach-Hinterglemm war sie in der Abfahrt wie so oft eine Klasse für sich. "Im eigenen Land zu gewinnen, wenn so viele Menschen da sind, die man kennt und einem zujubeln, das ist natürlich was ganz Besonderes", erinnert sich Kronberger im Gespräch mit sport10.at zurück.

(c)Getty Imagers Bei Olympia 1992 holte Petra Kronberger zwei Mal Gold.

Doch nicht jeder Athlet weiß mit diesem speziellen Druck umzugehen. "Es sind schon schwierigere Voraussetzungen. Von Typ zu Typ ist es natürlich unterschiedlich. Manche gehen auf, je mehr Leute da sind, andere werden von der Erwartungshaltung fast erdrückt", so Kronberger, mit dem Nachsatz: "Umso schöner ist es, wenn man es trotzdem schafft, Gold zu holen."

Kronberger von Fenningers-Klasse überzeugt

Wie groß der Druck auf die heimischen Athletinnen ist, hat man bei den bisherigen zwei Damen-Rennen schon in der Person von Anna Fenninger gesehen. Die Salzburgerin ging als größte heimische Medaillen-Hoffnungen in die WM in Schladming, steht aber nach zwei Bewerben mit ebenso vielen Ausfällen da.

Dennoch ist Kronberger von den Qualitäten ihrer Landsfrau überzeugt und glaubt sogar, dass Fenninger es drauf hätte, so wie sie, in allen fünf Disziplinen zu gewinnen. "Es kommt aber darauf an, wie sie eingesetzt wird. Wie konstant sie wird", so Kronberger, die erklärt: "Es ist aber mehr Trainingsaufwand und es besteht immer die Gefahr, dass man in seinen Kerndisziplinen, in denen man gut ist, eine Spur schlechter wird, weil man sie vernachlässigt."

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