sportmagazin
sportmagazin
sportwoche
toptimes

Loggen Sie sich bitte ein!

oeSV rabenschwarze WMAbfahrt

"Die Enttäuschung ist riesengroß"

Aksel Lund Svindal holt sich Gold in der Königsdisziplin. Für die Österreicher war die Heim-Abfahrt eine einzige Enttäuschung. Die Medaille bleibt aus.

Ski Alpin |  09.02.2013 | 12:38 |  Daniel Kendler

Mehr auf sport10.at

 

Mehr im Web

 

"Wer hier heute gewinnt, ist der Härteste von allen", sagte Matthias Mayer im Ziel, nach dem er seine Fahrt auf der WM-Abfahrt hinter sich hatte. Er sollte es an diesem Tag nicht sein, ebenso wie die anderen Österreicher. Sie alle mussten zusehen, wie Aksel Lund Svindal auf einer unruhige Piste bei schlechter Sicht eine Fahrt wie aus einem Märchenbuch hinknallte und sich den Sieg vor Dominik Paris und David Poisson holte.

Während sich der Norweger nun verdient Abfahrtsweltmeister nennen darf, bleibt für die ÖSV-Athleten nicht viel zu feiern. Auch zehn Jahre nach dem letzten Weltmeistertitel von Michael Walchhofer geht Österreich leer aus. Das Schicksal spielte bei jedem Einzelnen nicht mit.

Matthias Mayer: "Ich wollte zu viel"

Als erste österreichische Medaillenhoffnung ging Mayer über die Strecke. Eine Fahrt auf Angriff, so legte es der Österreicher an. Am Ende war es zu viel. "Ich habe wieder zu früh angezogen, habe zu viel gewollt. Bei der Weltmeisterschaft geht es eben nur um die Plätze eins, zwei oder drei." Plätze, die für Mayer aufgrund einiger Fehler im unteren Teil unerreichbar wurden. Die erste Enttäuschung war perfekt.

Max Franz: "Das Vertrauen war nicht da"

Diese hatte Max Franz schon vor dem eigentlichen Abfahrts-Showdown hinter sich. Aufgrund der verwirrenden Trainingsmodalitäten in Schladming konnte der untere Teil erst am Samstag von den Fahrern im Renntempo absolviert werden.

Es ist nicht so richtig gut ist es nicht geworden, das Vertrauen für die Fahrt war nicht da
Max Franz über seine Verletzung

Da passierte es: Ein stechender Schmerz im Knie von Franz lässt die Vorfreude schnell verfliegen. "Ich habe mich so auf heute gefreut, es tut weh, wenn dann so etwas passiert. Unsere Physios haben gut gearbetiet, aber so richtig gut ist es nicht geworden, das Vertrauen für die Fahrt war nicht da", sagt ein enttäuschter Franz im Ziel. Schon am Freitag zählte er zu den härtesten Kritikern am Terminplan in Schladming, dass das eigenwillige Training ausgerechnet ihm zum Verhängnis wurde, tut wohl gleich doppelt weh.

Hannes Reichelt kommt in Rückenlage

So blieb es an den vermeintlichen Routines hängen, für Österreich die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Doch es sollte nicht gelingen. Hannes Reichelt wurde der Mittelteil zum Verhängnis, nach extremer Rückenlage bei einem Sprung war das nächste Tor plötzlich unerreichbar - und somit auch die Chance auf eine mögliche Medaille. "Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel stehe", ist an diesem Tag sein persönlich höchstes Gut.

Klaus Kröll und die Schockstarre

Übrig blieb Klaus Kröll: Lokalmathador, Topabfahrer und letzte Hoffnung aus österreichischer Sicht. Die perfekte Fahrt hätte es werden sollen, doch plötzlich fuhr Kröll wie in Schockstarre durch das Zielstadion in Schladming. Der undankbarste Platz bei einer Weltmeisterschaft sollte ihm gehören. Ausgerechnet Blech muss Kröll nun ertragen. "Die Enttäuschung ist rießengroß, ich habe mir brutal schwer getan. Ich habe keinen flüssigen Lauf erwischt, habe schon die erste Kurve verhaut", sagt Kröll.

Ausgerechnet er, der trotz schwerer Verletzung im Sommer und Krankheit kurz vor der WM "seine" Abfahrt um keinen Preis verpassen wollte. Dass seine körperlichen Defizite aufgrund seiner Verletzungen jetzt als Ausrede verwendet werden, lässt er nicht gelten: "Nein, das darf keine Ausrede sein."


Svindal: Der strahlende Sieger.

... und dann strahlt Svindal

Und zum Schluss müssen sie alle zusehen, wie Svindal von einem Siegerinterview zum nächsten jagt, sich beglückwünschen lässt und den Traum der Österreicher auslebt. "Bei dieser Stimmung mit Bestzeit ins Ziel zu kommen, das muss man ausnutzen. Das kommt nicht so oft vor."

>>>Jetzt downloaden: die sport10.at-Ski-Alpin-App<<<



Kann Marcel Hirscher seinen Gesamt-Weltcup-Sieg verteidigen?


  • sportmagazin

    • 25 Jahre Sportmagazin: Die große Jubelnummer
    • Weimann: Dort scort der Lord
    • TdF: 100 Jahre treten und buckeln
    • PLUS: Haas, DTM, Otto Wanz u.v.m.