Seit die alpinen Titelkämpfe 2008 an Schladming vergeben wurden, fiebert Klaus Kröll seiner Heim-WM entgegen. 25 Kilometer trennen den "Bullen von Öblarn" von der WM-Strecke auf der Planai. Zwei Mal wollte er um Gold fahren. In der Abfahrt ist er ohnehin gesetzt und im Super-G wollte er ebenfalls angreifen. Die Generalprobe in Kitzbühel am vergangenen Wochenende fiel aber ins Wasser.
Kröll ist nur Ersatzfahrer
Der steirische Abfahrts-Weltcupsieger konnte sich bei den ÖSV-internen Zeitläufen auf der Turracher Höhe nicht für einen zweiten WM-Einsatz empfehlen und ist im Super-G nur Zuschauer. Kröll ist der erste Ersatzfahrer, sollte sich ein anderer verletzen.
Fix dabei sind Matthias Mayer, Österreichs bester Super-G-Fahrer in dieser Saison, Georg Streitberger, Hannes Reichelt und Romed Baumann. Streitberger war in den Zeitläufen, die ausgetragen wurden, der absolut Schnellste. Danach begann das große Zittern, ehe bekanntgegeben wurde, dass Baumann den vierten Startplatz bekommt. "Es war eine sehr knappe Entscheidung", sagt Herren-Cheftrainer Matthias Berthold.
Kröll auf "seiner" Strecke nur Zuschauer
Und Kröll bleibt die Rolle als Zuschauer. Und dass obwohl er die Strecke in- und auswendig kennt. "Mit den Kollegen bin ich oft auf der Planai gewesen, zudem bin ich hier vier Jahre ins Internat gegangen", sagt Kröll.
Jetzt gilt die vollste Konzentration der Königsdisziplin. Dem Geraunze über die angeblich zu leichte WM-Abfahrtsstrecke kann Kröll nichts abgewinnen. "Es ist zwar keine Passage dabei, bei der man sich unheimlich überwinden müsste. Aber die Strecke ist in jedem Fall technisch anspruchsvoll und aufgrund der Länge von rund zwei Minuten auch durchaus kräfteraubend", sagt Kröll.








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