15 Rennen hat Marcel Hirscher in diesem Winter bestritten, 13 Mal fuhr er auf das Podium. Das ist eine Ausbeute von 86,6 Prozent. Eine unglaubliche Marke. Sieben Siege stehen bis dato auf dem Konto und jetzt kommt die WM. Nur logisch, dass Hirscher dort der ganz große Favorit ist. Vor allem im Slalom dürfte der Sieg nur über ihn führen.
Ein Selbstläufer ist es aber freilich nicht, denn gerade im Slalom kann viel passieren. Wie auch immer die WM ausgehen mag, Hirscher ist zurzeit der beste Skifahrer der Welt. Dass er es dazu gebracht hat, ist neben seinem eisernen Willen auch seinem äußerst professionellen Umfeld zu verdanken. Doch wer sind die "Hintermänner" von Hirscher?
Edi Unterberger: der Mann für das Material
Unterberger war schon der Servicemann von Michael Walchhofer und Hermann Maier. Auch mit Aksel Lund Svindal hat er bereits zusammengearbeitet. Er setzt die Trainings- und Renneindrücke von Vater Ferdinand und Marcel perfekt um. Denn auch nach einem Sieg muss das optimale Setup immer wieder neu gefunden werden.
Laura Moisl: Seine Freundin
"Mir macht es Spaß, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Man bekommt ein anderes Bild von sich selbst. Und ich verdiene mir damit ab und zu ein Taschengeld. Aber das Studium stand immer im Vordergrund", sagt Laura im Gespräch mit der SportWoche. Derzeit arbeitet Marcel Hirschers Freundin als Assistentin am Institut für Kommunikationswissenschaft der Uni Salzburg.
Michael Pircher und Paul Schwarzacher: Seine Trainer
Hirscher ist Mitglied der Gruppe von Techniktrainer Michael Pircher. Er ist gemeinsam mit Paul Schwarzacher der Analytiker an der Seite von Hirscher. Während der Woche feilen sie an der optimalen Technik für das nächste Rennen. Trainingsfahrten, neue Abstimmungen und immer wieder Analysen, das alles für den perfekten Lauf. "Wir sind bei weitem noch nicht am Maximum angekommen. Wir versuchen, das irgendwann zu erreichen. Es heißt arbeiten, arbeiten, arbeiten", sagt Pircher.
Gernot Schweizer: Sein Fitnesstrainer
Als Marcel Hirscher in der Zieleinfahrt im Adelboden-RTL zu schnell war, rutschte er weg. Jeder anderer Fahrer, wäre ausgeschieden, aber nicht so Marcel Hirscher. Er lag zwar schon am Boden, doch schaffte er es, wieder aufzustehen.
Hirscher kam schließlich als 16. ins Ziel. Diese Athletik hat er seinem Fitnesstrainer Gernot Schweizer zu verdanken. In einer ehemaligen Scheune hat Schweizer Trainingsgeräte entwickelt, die eigens auf die Bedürfnisse Hirschers zugeschnitten sind. "Ich habe noch nie einen Sportler betreut, der diese Professionalität und Einstellung an den Tag legt, wie Marcel Hirscher. Er arbeitet an allem so lange, bis er es kann."
Ferdinand Hirscher: Der Cheftüftler
Wie Marcel ist auch sein Papa ein Tüftler. Er weiß, was sein Sohn braucht, um schnell zu sein und steht ihm immer mit Rat und Tat zur Seite. Seine Eindrücke geben er und Marcel schließlich an Servicemann Unterberger weiter.
Stefan Illek: Sein Pressebetreuer
Wer so erfolgreich ist wie Marcel Hirscher, der wird Medien und Fans gleichermaßen regelrecht vereinnahmt. Dutzende Interviewanfragen trudeln bei Illek pro Tag rein. Damit sich sein Schützling auf das Wesentliche konzentrieren kann, koordiniert Stefan Illek diese Termine und nimmt, wenn es sein muss, Hirscher auch einmal komplett aus der Schusslinie.
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