1. Dezember, Super-G in Beaver Creek. Max Franz (23) war extrem schnell, fuhr Zwischenbestzeit, doch dann passierte es. Der Kärntner nahm ein Tor zu direkt und kam zu Sturz. Regungslos blieb er am Boden liegen. Kurz darauf gab es aber die Entwarung: Franz hatte sich "nur" eine Gehirnerschütterung, Nasenbeinbruch und schwere Abschürfungen zugezogen.
Franz hat bei Rückkehr keine Erwartungen
49 Tage später steigt er am Samstag auf dem Lauberhorn in Wengen wieder in den Weltcup-Zirkus ein. "Mal sehen, wie lange ich durchhalte. Im Training haben mich koordinativ fordernde Übungen noch rasch ermüdet. Zudem war die Unsicherheit bei Sprüngen spürbar", sagt er.
Max Franz
Vergessen hat er seinen Sturz also noch nicht. "Ich wünschte, ich könnte schneller zur Tagesordnung übergehen. Mit zweieinhalb Minuten Länge ist das Lauberhorn jedenfalls nicht die optimale Strecke für einen Wiedereinstieg. Meine Erwartungen sind nicht hoch, dann kann ich nachher nicht enttäuscht sein."
Dabei hatte die Saison so verheißungsvoll begonnen. In Lake Louise fuhr er zum ersten Mal in seiner Karriere aufs Podium. In der Abfahrt belegte er Rang zwei. Die halbe Miete für ein WM-Ticket in Schladming.
Franz und Hirscher lange Zeit im Gleichschritt
In den Anfangsjahren meisterten Franz und Marcel Hirscher (beide 1989 geboren; Anm.) im Gleichschritt. In den Schülerrennen teilten sich die beiden die Pokale mehr oder weniger brüderlich untereinander auf. 2007 warf Max Franz ein Oberschenkelbruch zurück. Das zwang ihn auch zu einer Ehrenrunde an der Hotelfachschule in Bad Hofgastein, die Hirscher trotz des gleichen Geburtsjahres schließlich zwei Jahre früher beendete.
"Ich bin exakt am 1. September geboren und konnte mir aussuchen, wann ich eingeschult werde. Ich habe mich dazu entschlossen, noch ein Jahr länger mit dem Papa Skifahren zu gehen", sagt Franz. Heute sagt Hirscher über seinen ehemaligen Schulkollegen: "Er ist die wildeste Sau, die ich kenne."








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