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SlalomPleite Krisenstimmung oeSVLager

Slalom-Pleite: Krise im ÖSV-Lager

Ohne Marlies Schild geht bei den Slalom-Damen wenig. In der Flachau gibt's nur einen Hoffnungsschimmer, dafür dürfte das WM-Team stehen.

Ski Alpin |  15.01.2013 | 22:37 |  Kurt Vierthaler

Österreichs Slalom-Damen befinden sich nach dem verletzungsbedingten Aus von Marlies Schild in einer veritablen Krise. Die Ski-Queen, das Zugpferd - es fehlt an allen Ecken und Stangen. Beim Heimrennen in der Flachau wurde das wieder einmal augenscheinlich. Ohne Schild hat der ÖSV im Slalom nicht viel zu melden.

Zettel zu unbeständig

Kathrin Zettel hätte es zwar rein theoretisch drauf, ist aber einfach zu wankelmütig. In den bisherigen sechs Rennen fiel sie gleich vier Mal aus. So auch jetzt wieder in der Flachau. "Die Bilanz in dieser Saison ist zum Vergessen", gibt die Niederösterreicherin zerknirscht zu Protokoll, "leider will es in dieser Saison nicht richtig sein." Die 26-Jährige will sich nun vor der WM-Generalprobe in Marburg (27.1.) im Training ihr altes Selbstvertrauen wieder holen.

Kirchgasser kein Faktor

Ähnlich ist die Situation bei Michaela Kirchgasser gelagert. Auch sie hat schon vier Ausfälle zu Buche stehen, kann aber im Gegensatz zu Zettel auf keine Top-Ergebnisse vorweisen, wenn sie denn einmal durchkam. Ein achter und neunter Platz machen sie nicht wirklich zu einer Medaillen-Kandidatin.

Schild als Hoffnungsschimmer

Von den restlichen, potenziellen WM-Teilnehmerinnen darf man keine Wunderdinge erwarten. Carmen Thalmann (23/Ausfall) und Bernadette Schild, die in Flachau als bester Österreicherin Sechste wurde, bräuchten für Edelmetall bei der Heim-WM in Schladming schon eine mittleres Wunder.

Ich bin kein Trainer und kann mich nicht selbst aufstellen. Aber ich denke, dass ich mich schon empfohlen habe.
Bernadette Schild

Immerhin dürfte sich die jüngere Schild-Schwester mit dem besten Ergebnis ihrer Karriere den WM-Startplatz gesichert haben. "Ich bin kein Trainer und kann mich nicht selbst aufstellen. Aber ich denke, dass ich mich schon empfohlen habe", erklärte die 23-Jährige. Nicole Hosp wird sich wohl mit Thalmann um das letzte Ticket matchen, ist allerdings - sollte sie im unwahrscheinlichen Fall den Vorzug erhalten - ohnehin nur eine Kandidatin für die Top 10.

Shiffrin untermauert Favoritenrolle

Ihre Favoritenrolle eindrucksvoll bestätigt hat in Salzburg wieder einmal Mikaela Shiffrin. Die erst 17-jährige US-Amerikanerin feierte in der Flachau bereits ihren dritten Weltcupsieg und baute damit auch die Führung im Gesamtweltcup weiter aus. Shiffrin ist jedenfalls das Mädchen, das es in drei Wochen in Schladming zu schlagen gilt. Und derzeit sieht es nicht so aus, als könnte das einer ÖSV-Damen gelingen.



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