23 Jahre jung, schnell und erfolgreich und im Umkreis von 30 Kilometer aufgewachsen. Anna Fenninger kommt aus Adnet, Marcel Hirscher ist in Annaberg aufgewachsen. Die derzeit besten Österreicher im Ski-Zirkus stammen beide aus dem Salzburger Land, um genauer zu sein aus dem Tennengau.
"Das muss mit der Nachwuchsarbeit zusammenhängen. In Salzburg haben wir brutal viele gute Skifahrer", sagt Hirscher. "Wir haben alle nur wenige Meter bis zum Skilift. Es ist daher relativ einfach, Ski fahren zu gehen."
Marcel Hirscher
Hirscher & Fenninger rockten den Bezirkscup
Fenninger und Hirscher kennen sich nun schon viele Jahre. "Es ist schon sehr lange her, als ich Marcel das erste Mal gesehen habe", erinnert sich Fenninger. "Das war sicher bei irgendeinem Rennen im Bezirkscup. Wie alt ich da war, weiß ich nicht. Wir sind parallel zueinander aufgewachsen und immer wieder haben sich unsere Wege gekreuzt."
Anna Fenninger
Und das verbindet. "Wir haben viel miteinander erlebt", sagt Fenninger. "Ob das die Schüler-, Jugend- oder die Juniorenweltmeisterschaften waren. Jetzt sind wir gemeinsam im Weltcup." 2008 bei der Junioren-WM in Formigal holte Hirscher im RTL und Slalom jeweils Rang eins, Fenninger gewann den RTL und die Kombination. 2009 in Garmisch holte Hirscher im Super-G Rang zwei und im RTL Platz drei. Fenninger Rang drei im Super-G.
2012 war dann das Jahr des Marcel Hirscher. Er gewann den RTL- und den Gesamt-Weltcup. Fenninger darf sich hingegen bereits Weltmeisterin nennen. 2011 holte sie in Garmisch-Partenkirchen Gold in der Super-Kombination.
Lanzinger begleitete Hirscher und Fenninger
Matthias Lanzinger, seit dieser Saison im Weltcup der Behinderten sehr erfolgreich unterwegs, kennt Hirscher und Fenninger schon sehr lange. Lanzinger, der neun Jahre ältere Abtenauer, berichtet: "Beim Bezirkscup hat man immer wieder gehört, wie Anna Fenninger und Marcel Hirscher ihren Jahrgängen massiv um die Ohren fahren."
"Bei uns im Tennengau waren sie schon sehr lange bekannt. Sie waren schon als Kinder Ausnahmeathleten, wenige haben aber den Weg so durchgezogen, wie die Beiden. Das macht die Zwei auch aus. Darum sind sie derzeit auch in so einer Ausnahmestellung."
Matthias Lanzinger
Bei Hirscher wäre immer schon die extreme Technik aufgefallen. "Früher war die noch viel extremer, als sie es heute ist. Ich kann mich da an Bilder erinnern, als er hinten drinnen gesessen ist und die Ski umgelegt hat. Ich bin damals noch zwei Meter Ski gefahren. Da hab ich mir damals gedacht, wo das denn einmal enden wird. Schnell war Marcel schon immer, jetzt ist er aber auch konstant. Zudem hat er seine Schwäche bei flachen Hängen ausgemerzt. Wie er schon in Zagreb und auch Levi gezeigt hat."
Matthias Lanzinger
Und bei Fenninger? "Sie ist eine Stilistin. Anna war schon immer sensationell anzuschauen", sagt Lanzinger. Bereits sehr früh wurde Fenninger als potenzielle Nachfolgerin von Annemarie Moser-Pröll bezeichnet. "Anna ist raufgekommen und es wurde gesagt, sie ist die neue Annemarie Moser-Pröll. So wie sie heute fährt, hätte man sich das schon vor fünf Jahren erwartet. Sie brauchte aber die Zeit, das ist ganz normal. Jetzt sieht man, wie schnell sie ist."
Matthias Lanzinger
Sowohl Fenninger als auch Hirscher sind Österreichs heißeste Eisen bei der WM in Schladming. Noch wollen sie sich mit der Weltmeisterschaft nicht beschäftigen. Dafür wäre es noch zu früh.
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