Er ist erst 23-Jahre alt, verfügt aber schon über die Abgebrühtheit eines Routniers: Marcel Hirscher. Am Samstag war er beim Riesenslalom von Adelboden noch der tragische Held, als er mit dem Sieg vor Augen wenige Tore vor dem Ziel patzte und sich am Ende mit Platz 16 begnügen musste. Nur einen Tag später schlug er in eindrucksvoller Manier zurück.
Hirscher als Testpilot
Gesagt, getan. Beim Slalom am Chuenisbärgli war er erneut eine Klasse für sich und feierte seinen dritten Slalom-Sieg in Folge. Dabei sah es nach dem ersten Lauf nach einem erneuten Rückschlag für Hirscher aus. Als Testpilot wurde er mit Startnummer eins ins Rennen geschickt und bezahlte dafür einen hohen Preis. Platz acht mit 0,89 Sekunden Rückstand auf den Halbzeitführenden Manfred Moelgg.
Doch abermals gab sich Hirscher gewohnt sportsmännisch: "Irgendwer muss der Erste sein und diesmal war es eben ich", so sein Kommentar nach dem ersten Lauf. "Ich muss mich auf die Bedingungen einstellen, ich tue mir hier ein bisschen schwer.""Bin wie beim Pokern 'all in' gegangen"
Ein Hirscher in dieser Form wird wohl auch in den kommenden Rennen in Wengen und Kitzbühel sowie beim WM-Slalom in Schladming nicht zu schlagen sein. Der einzige der die WM-Goldene verhindern könnte, ist wohl nur er selbst - wenn er auf die falsche Karte setzt.








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