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Hirscher nicht zu stoppen: Sieg in Zagreb

Mit einem fulminanten Sieg in Zagreb holt sich Marcel Hirscher die Weltcup-Führung zurück und findet mit Zagreb seinen Frieden. Anfeindungen blieben aus.

Ski Alpin |  06.01.2013 | 15:30 |  FAZ

Marel Hirscher hat mit seinem Sieg im Slalom seinen Frieden mit Zagreb gefunden. "Es ist nur ein Rennen, aber die Schande währt ewig", stichelte Ivica Kostelic beim letzten heißen Tanz in Kroatien und spielte auf einen möglichen Einfädler Hirschers an. Monate später ist alles anders. Der 23-Jährige deklassiert im zweiten Lauf die Konkurrenz und siegt souverän. Und das bei weicher Piste und schlechter Sicht.

Anfeindungen vom Publikum gab es für Hirscher keine. "Die Menschen haben eine große Party gefeiert und einen richtigen Spaß mit diesem Rennen hier", sagte Hirscher im Zielhang. Mario Matt wird Dritter.

"Andres Lauf war brutal"

Nach dem ersten Durchgang hatte Marcel Hirscher ein Hundertstel Rückstand auf Jens Byggmark. Doch im zweiten Lauf schlug Hirscher zurück. Byggmark fuhr schwach, Hirscher setzte sich vor Andre Myhrer durch. "Ich habe von oben Andres Lauf gesehen, der war brutal. Ich musste voll andrücken. Das ist voll aufgegangen", sagte Hirscher nach dem Rennen.

Ich habe eine echte Freude mit diesem Resultat. Jetzt genieße ich den Moment.
Marcel Hirscher

Mit vollem Risiko jagte Hirscher die Piste herunter und sicherte sich seinen neunten Podestplatz in Technikrennen in dieser Saison. Ein schönes Zuckerl für Hirscher: Der Salzburger übernimmt damit wieder die Führung im Gesamtweltcup. "Ich habe eine echte Freude mit diesem Resultat. Jetzt genieße ich den Moment", sagte ein sichtlich gelöster Marcel Hirscher.

"Das war mein bester Lauf"

Die Fans sehen vielleicht den besten Hirscher dieser Saison. Auch der Athlet selbst ist mit sich zufrieden: "Mit dem Siegeslauf in Madonna war das mein bester Lauf dieser Saison. Ich brauche gar nicht die Drei-Sekunden-Vorsprünge von Ted Ligety. Die 60 Hunderstel reichen mir auch." Grund zur Freude hatte auch Mario Matt.

Ich brauche gar nicht die Drei-Sekunden-Vorsprünge von Ted Ligety. Die 60 Hunderstel reichen mir auch.
Marcel Hirscher

Der 33-Jährige fuhr ebenfalls aufs Stockerl. Zum ersten Mal in dieser Saison - und das, obwohl ein Fahrfehler ihn fast zu Sturz brachte. "Ich bin zu frech hineingefahren und mit dem Skischuh auf die Stange. Zum Glück ist nichts passiert", sagte Matt erleichtert, nachdem er sich ins Ziel retten konnte. "Am Podest zu stehen ist ein Wahnsinn. An die WM denke ich nicht. Da sind noch einige Rennen, nach Kitzbühl können wir dann reden."

 



Kann Marcel Hirscher seinen Gesamt-Weltcup-Sieg verteidigen?


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