Wochenlang schleppte sich Romed Baumann durch den Skiweltcup. Anstatt die Hände wegen guter Zeiten in die Höhe zu strecken, schlug er sie meist über dem Kopf zusammen. Gesundheitliche Probleme hatten den Tiroler im Sommer um die nötige Testphase gebracht. Das Werkl wollte einfach nicht so recht laufen.
Der Schuh ist das Verbindungsstück
Wie wichtig das richtige Setup ist, weiß kaum einer besser als der Tüftler unter den Tüftlern höchstpersönlich: Marcel Hirscher. Oft wird vom richtigen Wax, von Und welche Rolle der Schuh spielt, ist dem Weltcupsieger schon lange klar. "Vielen ist das nicht so bewusst: Der Schuh ist der Teil am Setup, der an uns Athleten am nächsten dran ist, der Schuh stellt die Verbindung zwischen Mensch, Ski und Piste her, er ist das Steuermodul der Performance", sagt Hirscher.
Marcel Hirscher
Bis er erstmals in einen seiner Race-Boots schlüpft, ist Hirschers Atomic-Schuh-Experte Andreas Dudek sechs Stunden lang mit Vorbereitungen in vielen Arbeitsgängen beschäftigt: Schnallen und Straps (die Bänder am Schuhrand) montieren, dann Schale und Manschette exakt auf Hirscher-Style anpassen. "Das Kanting spielt sich im Hundertstelmillimeter-Bereich ab", verrät Hirscher.
Hirscher ist ein Ottonormalverbraucher
"In den technischen Disziplinen stehe ich mit der Sohle nicht immer plan auf der Bindungsplatte, sondern je nach Fahrstil, Skityp und Bedingungen, wird der Schuh im Minimalbereich angeschliffen, um die Kraftübertragung zu beeinflussen. Funktioniert analog wie beim Ski. Die Manschette ist in jede Richtung verstellbar, das ist eine eigene Wissenschaft geworden."
Nur im Slalom fährt Hirscher einen eigens geschäumten Innenschuh. Im Riesentorlauf ist er jederzeit in der Lage, das Setup noch an veränderte Bedingungen anzupassen.








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