Marlies Schild wird diese Saison verletzungsbedingt verpassen. Die WM in Schladming ist für sie nach ihrer Bänderverletzung bereits Geschichte. Dabei wäre sie die große Hoffnung im Slalom gewesen. Nun müssen eben andere in die Bresche springen. Auf der Suche nach Ersatz wird man schnell fündig: Michaela Kirchgasser. Sie kam zuletzt immer besser in Fahrt. Der Knoten bei der Salzburgerin ist schön langsam aber sicher geplatzt.
Rang fünf, ohne am Limit zu sein
Michaela Kirchgasser
Ein Gefühl, dass sie vor allem dann bekommt, wenn tausende Zuschauer am Streckenrand stehen, um sie nach vorne zu peitschen. Rennen mit wenigen Zuschauern sind sogar nicht die Sache der 27-Jährigen. Deswegen war es auch nicht weiter überraschend, dass sie im Parallelslalom in München auf den dritten Platz fuhr.
Kirchgasser kommt mit guten Erinnerungen
Und jetzt (Freitag, ab 13.45 Uhr) wartet das Rennen auf dem Zagreber Hausberg Sljeme. Dort begann ihr Werkl im Vorjahr so richtig zu laufen. Rang drei hinter Schild und der Slowenin Tina Maze konnte sich sehen lassen. Es war Kirchgassers erster Podestplatz in ihrem 79. Weltcup-Slalom Rennen.
Nach dem Ausfall von Schild, die in Zagreb vier Mal triumphierte, ist der Thron heuer jedenfalls frei. Was ihr helfen könnte, sind die vielen Zuschauer. "Das gibt mir eine Extra-Motivation." Ein gutes Vorzeichen für die WM. In Schladming hat sie beim Weltcup-Finale die Slalom-Generalprobe für sich entschieden. Vor einer Traumkulisse von mehreren 10.000 Zuschauern.
Michaela Kirchgasser
"Natürlich ist es schön, am WM-Hang ein Rennen zu gewinnen. Ich habe auch schon den Vergleich gehört, dass die Marlies (Schild; Anm.) beim Finale in Garmisch gewonnen und dann auch die WM-Goldene geholt hat. Auf dieses Spielchen lasse ich mich aber nicht ein. Es ist schön und gut für den Kopf, wenn man weiß, dass man mit dem Hang gut klarkommt." Nicht mehr, aber auch nicht weniger.








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