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Zettel verpasst Heimsieg hauchduenn

Zettel verpasst Heimsieg hauchdünn

Kathrin Zettel muss sich beim Nachtslalom am Semmering nur der Slowakin Veronika Velez Zuzulova geschlagen geben. Am Ende fehlen der Niederösterreicherin nur 0,10 Sekunden auf den Heimsieg.

Ski Alpin |  29.12.2012 | 19:20 |  Raphael Pikisch

Das Skijahr 2012 geht mit einem tollen Erfolg für den ÖSV zu Ende. Nach dem Sieg von Anna Fenninger beim Riesentorlauf am Semmering am Samstag und dem Erfolg von Hannes Reichelt bei der Abfahrt in Bormio sichert sich Kathrin Zettel beim Nachtslalom am Zauberberg den ausgezeichneten zweiten Platz.

Die Lokalmatadorin lag nach dem ersten Durchgang noch auf Rang drei, an einen Sieg wollte sie gar nicht denken, betrug der Rückstand auf die Halbzeitführende Tina Maze doch fast eine Sekunde. "Tina noch einzuholen wird ganz schwer. Sie fährt momentan sehr stabil und sicher", erklärte die Niederösterreicherin noch vor dem zweiten Durchgang, "aber es kann immer etwas passieren".

Zuzulova: Erster Sieg in ihrem 146 Rennen

Und mit einem Traumlauf im entscheidenden Durchgang setzte die Niederösterreicherin die beiden Top-Läuferinnen gehörig unter Druck. Während sich Veronika Velez Zuzulova, die nach Durchgang eins auf Rang zwei lang, davon unbeeindruckt zeigte, reichte es für Maze erneut nicht zum Sieg und die Slowenin musste sich mit Platz drei begüngen.

Am Ende feierte Velez Zuzulova schließlich mit einem Vorsprung von 0,10 Sekunden auf Zettel vor über 15.000 Fans am Zauberberg ihren ersten Weltcupsieg in ihrem 146 Rennen. Als Maze die Ziellinie überquerte und Zuzulova als Siegerin feststand, konnte die Slowakin ihr Glück kaum fassen und war den Tränen nahe.

"Mein Traum ist endlich wahr geworden"

"Mein Traum ist endlich wahr geworden. So viele Rennen, so viele Top-Platzierungen aber nie ein Sieg, jetzt hat es endlich geklappt", so die überglückliche Slowakin, die bereits 2004 zum ersten Mal auf dem Podium stand. Ihr Schlüssel zum Erfolg: "Ich fühle mich hier sehr wohl, fühle mich hier zu Hause, weil viele slowakische Fans hier sind."

Auch wenn es für Zettel nicht mit dem Sieg geklappt hat, blickt sie auf ein gelungenes Rennen zurück. "Es war toll, dass ich im zweiten Durchgang meine Leistung zeigen konnte. Der erste Lauf war ein guter, solider, aber sicher nicht am letzten Zacken", erklärte Zettel, die von der Stimmung beeindruckt war. "Speziell für mich vor so einer Kulisse zu fahren, ist einzigartig. Der Druck ist zwar riesengroß, aber ich schaffe es trotzdem immer cool zu bleiben."



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