Viel Kritik musste das rot-weiß-rote Abfahrtsteam in der bisherigen Saison einstecken. Die magere Ausbeute nach drei Rennen: Ein zweiter und ein dritter Platz. Zu wenig für das erfolgsverwöhnte Speedteam. Doch die sieglose Zeit konnte im letzten Herren-Rennen des Jahres beendet werden.
Zwei Premieren-Sieger
Doch der 32-Jährige erwischte einen Traumlauf und siegte schließlich ex-aequo mit dem Italiener Dominik Paris. "Das war ein tolles Gefühl, als ich abgeschwungen bin und den Einser gesehen haben. Das war schon lange nicht mehr der Fall", so Reichelt nach dem Rennen. Mit diesem Sieg verlängerte er den ÖSV-Erfolgslauf in Bormio. Es war das 18 Rennen in Folge mit einem heimischen Athleten auf dem Podium.
Hundertstelkrimi auf der Pista Stelvio
Als wäre es schon nicht kurios genug, dass es auf der mehr als drei Kilometer langen Pista Stelvio zwei Sieger gibt, waren auch die Abstände zum dritt- und viertplatzierten denkbar knapp. Mit einer Hundertstel Rückstand landete Aksel Lund Svindal auf Rang drei, Klaus Kröll kam mit 0,02 Sekunden Rückstand nicht über Rang vier hinaus.
"Das ist natürlich sehr bitter. Bei so einer schweren Abfahrt ist es normalerweise nicht so eng. Im ersten Moment habe ich mir gedacht, ein vierter Platz ist ganz gut, aber dann habe ich den Rückstand gesehen. Da fühlt man sich ein bisschen wie der Depp vom Tag", ärgte sich Kröll. Es war das erste Mal in der Geschichte des Herren-Weltcupzirkus, dass die ersten vier Fahrer lediglich durch zwei Hundertstel getrennt sind.








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