Ausgerechnet auf seinem Lieblingshang in Val d' Isere gelang Marcel Hirscher der erste Saisonsieg für die ÖSV-Herren. Nach der Halbzeitführung im gestrigen Slalom drehte Hirscher heute richtig auf und legte in Durchgang eins den Grundstein zum Sieg.
Pinterault vergibt Doppelsieg im Finish
Hirscher über Ted Ligety
"Die Erleichterung ist sehr groß. Für mich ist Val d'Isere der schwerste Riesentorlauf der Saison", sagte ein gelöster Marcel Hirscher. Ganz besonders freute Hirscher, dass er erstmals Ted Ligety in Schach halten konnte. "Ich hatte 1,80 Sekunden Rückstand auf Ted in Sölden. Es ist jetzt super zu sehen, dass man mithalten kann", freute sich Hirscher. Der bisherige Saison-Dominator im Riesentorlauf wurde Dritter und hatte beinahe 1,50 Sekunden Rückstand auf den Gesamtweltcupsieger.
Überraschungsmann aus Deutschland
Unmittelbar hinter Hirscher landete Überraschungsmann Stefan Luitz. Der Deutsche katapultierte sich mit überlegener Laufbestzeit in Durchgang zwei von Platz 25 auf das Podium. "Das ist alles unbeschreiblich", freute sich Luitz. Felix Neureuther rundete den erfolgreichen Tag für das DSV-Team mit Rang vier ab.
Rückfall von Schörghofer und Raich
Aus der guten Ausgangsposition des ÖSV nach Durchgang eins wurde nichts. Phillipp Schörghofer, Dritter nach dem ersten Durchgang, und Benjamin Raich als Vierter fielen auf die Ränge 17 und 25 zurück. Mit Marcel Mathis (8.) und Christoph Nösig (9.) zeigten aber zwei junge ÖSV-Athleten auf.
Kurssetzung sorgt für Aufruhr
Für Diskussionen sorgte die Kurssetzung. "Ich habe mir hier sehr schwer getan. Die Slalomfahrer sind klar bevorteilt", meinte etwa Hannes Reichelt. "Es war extrem schwierig bei Torabständen von 21, 22 m und im Zielbereich sogar bei 16. Spaß macht das keinen mehr", sagte Romed Baumann, der auf Rang 25 landete. Auch Sieger Hirscher betonte die extreme Kurssetzung. "Neutral betrachtet ist es grenzwertig. Aber das hier ist das eine Extrem und Beaver Creek das andere. Ein Mittelding wäre wahrscheinlich das Beste", sagte der Salzburger.
Für Hirscher und den ÖSV ist der Sieg auf alle Fälle ein Befreiungsschlag. Im Gesamtweltcup wahrt er den Anschluss an Aksel Lund Svindal. Und in der Riesentorlaufwertung ist Hirscher dem Amerikaner Ligety, der heute morgen noch als unschlagbar galt, mit dem achten RTL-Podestplatz in Serie nun dicht auf den Fersen.








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