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Vonn Rueckschlag

Vonn: "Das war der Rückschlag"

Lindsey Vonn feiert im Super-G von St. Moritz ihren 57. Weltcup-Sieg. Hinter dem US-Girl landen Tina Maze und Julia Mancuso auf dem Podest. Stefanie Köhle belegte als beste Österreicherin Platz 8.

Ski Alpin |  08.12.2012 | 12:31 |  Raphael Piksich

Am Freitag schied Lindsey Vonn noch in der Superkombination von St. Moritz nach Platz vier im Super-G im Slalom aus. Der Ärger war ihr deutlich anzusehen. Mit der Wut im Bauch schlug sie 24 Stunden später im Super-G in eindrucksvoller Manier zurück und siegte vor Tina Maze und Julia Mancuso.

Dabei war an diesem Tag alles für Maze angerichtet. Auf Grund des Wetters musste der Start nach unten versetzt werde, zudem setzte ihr Trainer den Kurs, der viel mehr an einen schnellen Riesentorlauf als an einen klassichen Super-G erinnerte.

Vonn kommt Moser-Pröll immer näher

Zunächst deutete auch alles darauf hin, dass die Slowenin nicht zu schlagen ist. Die 29-Jährige erwischte einen Traumlauf und ließ die Konkurrenz alt aussehen. Mit einem Sieg wäre sie erst die sechste Athletin gewesen, die in jeder Disziplin zumindest einen Erfolg feiern konnte. Doch sie hat die Rechnung nicht mit Lindsey Vonn gemacht.

Dank einer tollen Fahrt im unteren Teil vereitelte das US-Girl den Maze-Erfolg und feierte schließlich mit einem Vorsprung von 0,37 Sekunden ihren 57. Weltcup-Sieg. Der 28-Jährigen fehlen damit nur noch fünf Siege auf den Allzeit-Rekord von Annemarie Moser-Pröll.

"Das war der Rückschlag"

"In der Superkombination war ich im Super-G zu passiv. Im Slalom musste ich dann volles Risiko nehmen. Ich bin heute mit sehr viel Motivation ins Rennen gegangen und habe alles gegeben. Das war der Rückschlag", so die überglückliche Siegerin nach dem Rennen, die im Riesentorlauf am Sonntag auf ein gutes Ergebnis hofft, "um im Gesamtweltcup in der Nähe von Tina zu bleiben".

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Fahrt. Ich hatte im mittleren Teil ein bisschen Pech mit dem Wind", haderte Tina Maze ein wenig mit dem Wetter. Auf ihre vergebene Siegchance angesprochen, meinte sie: "Es ist natürlich ein bisschen schade, aber der nächste Super-G kommt bestimmt."

ÖSV-Fahrerinnen abgeschlagen

Nichts mit dem Sieg zu tun hatten hingegen die heimischen Athletinnen. Nach Platz zwei (Nicole Hosp) und drei  (Katrhin Zettel) in der Superkombination belegte Steffi Köhle als beste Österreicherin Platz acht. Mit Regina Sterz (Platz zehn, Anm.) schaffte es noch eine weitere Österreicherin in die Top-10.

"Es war kein perfekter Lauf, aber ich bin zufrieden. Ich wollte endlich mal eine Top10-Platzierung im Super-G erreichen", ist Köhle mit ihrem besten Super-G natürlich hochzufrieden, die aber auch zugeben muss: "Im Vergleich zu den niedrigeren Startnummern habe ich sicher eine bessere Sicht gehabt."

"Auch wenn keine Sicht war, habe ich geschaut, dass ich voll riskiere und den Ski gut laufen lasse. Mir ist eine gute Fahrt gelungen", zeigte sich auch Sterz mit ihrem Ergebnis zufrieden.

Auf der zweiten Seite finden Sie das gesamte Ergebnis.



Kann Marcel Hirscher seinen Gesamt-Weltcup-Sieg verteidigen?


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