Zum insgesamt 300. Mal stand Lindsey Vonn bei der ersten Abfahrt von Lake Louise in einem Weltcupstarthaus. Sie hätte sich keinen besseren Platz für dieses Jubiläum aussuchen können. In überlegener Manier holt sie sich den Sieg auf ihrer Hausstrecke. Niemand konnte ihr das Wasser reichen. Auf den Rängen landeten Stacey Cook (USA) und Tina Weirather (LIE). Ganz oben stand jedoch Vonn, die selbst neuerliche Bauchschmerzen und lange Wartezeiten aufgrund des starken Nebels auf ihren Weg zum insgesamt 54. Sieg nicht aufhalten konnte.
"Ich habe immer noch Bauchschmerzen"
Auch der Berg spielte mit. Bei widrigen Verhältnissen und schlechter Sicht musste sich der Großteil des Feldes über die Strecke wagen - zwischenzeitlich musste das Rennen gar für über eine Stunde unterbrochen werden. Ausgerechnet bei Vonn wurde die Sicht besser. Der Rest war eine Machtdemonstration. Ohne Wackler, ohne jede Unsicherheit trug Vonn den Sieg ins Ziel. Die Liebe zu Lake Louise lässt sich ohnehin längst nicht mehr verleugnen.
Vonn, Vonn, Vonn
"Ich war am Start ziemlich nervös. Ich habe alles gegeben, sagte mir selbst - alles oder nichts. Das Adrenalin hat sicher geholfen, im Ziel war ich ziemlich fertig. Wie letztes Jahr ist es noch und einfach genug Regenerationszeit", sagt Vonn.
Es ist ihr insgesamt zwölfter Sieg auf dieser Strecke. Zu Buche stehen zehn Siege in der Abfahrt und zwei im Super-G. Von einem solchen Erfolgserlebnis waren die ÖSV-Ladies am Freitag weit entfernt. Den zwischenzeitlichen Blindflug bewältigte Stefanie Moser noch am Besten, sie schaffte es als einzige in die Top-Ten. Pech hatte Anna Fenninger, sie war die letzte Läuferin, die vor der großen Unterbrechungswelle über die Strecke gelassen wurde und somit keine Chance auf ein Topresultat hatte.








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