Die Rivalität zwischen Red Bull Salzburg und dem KAC hat in wenigen Jahren eine Intensität erreicht, die viele Lokalderbys wie Freundschaftsspiele erscheinen lässt. Auch heuer wieder hat die Neuauflage des Finales von 2010/11 einen negativen Höhepunkt erreicht. Die Geschehnisse von Spiel drei in Salzburg haben ein Nachspiel.
Der KAC verlor bei der 2:4 Niederlage in der Mozartstadt Andrej Zyuzin und Rückkehrer Tyler Spurgeon durch Verletzungen, jeweils nach Fouls von Salzburgern. Auch Abwehrchef Kirk Furey fällt mit einem gebrochenen Mittelhandknochen nach einem Stockschlag in Spiel eins für den Rest der Serie aus. Dazu ließ sich Abwehrriese Mike Siklenka nach Provokationen zu einer unbedachten Attacke gegen den Salzburger Daniel Welser hinreißen, die ihn zum Zuschauen zwingt. Vor allem die Abwehrreihen der Rotjacken sind damit also schon stark ausgedünnt.
Anzeigenflut
Im Lager der Klagenfurter war man ob dieser Ereignisse sauer und hat zu einem in den letzten Jahren probaten Mittel gegriffen. Der Strafsenat wurde eingeschalten. Gleiches taten auch die Salzburger, die zwar keine Verletzten zu beklagen haben, aber trotzdem reihenweise Unsportlichkeiten des Gegners anprangerten. Das Ergebnis: Der EBEL Strafsenat hatte gleich sechs Anzeigen zu behandeln und wurde zudem in vier weiteren Fällen von sich aus tätig.
Fünf Spieler gesperrt
Nach eingehendem Videostudium verhängt der Strafsenat unter dem Vorsitz von Karl Korentschnig heute gleich mehrere Sperren: Manuel Latusa (2 Spiele unbedingt plus 2 Spiele bedingt), Rob Davison (3 + 2) und Daniel Welser (6 Spiele unbedingt) erwischte es auf Seiten der Salzburger, beim KAC wurden Thomas Koch (1 + 2) und Mike Siklenka (4 + 2) kalt gestellt.
Mit den übrig bleibenden Kadern treffen sich beide Teams am Sonntag in Klagenfurt zu Spiel vier. Der Titelverteidiger führt nach drei Begegnungen mit 2:1 Siegen, was in der öffentlichen Wahrnehmung zuletzt eher in den Hintergrund geraten ist...
Wien unter Zugzwang
Ebenfalls 1:2 nach Siegen steht es im Duell zwischen den Vienna Capitals und den Black Wings aus Linz. Nach dem überraschenden Auswärtssieg in Spiel 1 zogen die Wiener zuletzt zweimal den Kürzeren und laufen nun erstmals einem Rückstand in der Serie nach. Am Sonntag brauchen Benoit Gratton & Co. nun einen Heimsieg, um einen 1:3 Rückstand gegen die Linzer zu vermeiden.
Zagreb souverän
Schnörkellos marschieren die Bären aus Zagreb Richtung Halbfinale. Als einzige Mannschaft führen die Kroaten in ihrer Serie gegen das Sensationsteam Znojmo mit 3:0 Siegen und haben damit schon mehr als ein Bein im Halbfinale. Erst einmal in der EBEL Geschichte gelang es einer Mannschaft, einen 0:3 Rückstand aufzuholen. Vor zwei Jahren gelang den Black Wings aus Linz dieses Husarenstück gegen die Vienna Capitals.
Fehervar auf Erfolgsspur
Erstmals in der Vereinsgeschichte könnte auch AVS19 SAPA Fehervar eine Semifinalteilnahme in der EBEL fixieren. Nach drei Spielen liegen die Ungarn gegen Olimpija Ljubljana mit 2:1 in Front und haben vor allem vor heimischem Publikum unglaubliche Souveränität gezeigt. Mit 7:2 und zuletzt 8:1 wurden die Drachen aus Slowenien zweimal mit einer ordentlichen Packung nach Hause geschickt. Auch die Rückkehr von Coach Hannu Järvenpää nach seiner Sperre konnte nichts an der Überlegenheit der Ungarn ändern.
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