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Pinter fuehlt sich wieder

Pinter: "Es fühlt sich wieder gut an"

Die Vienna Capitals setzen den Aufwärtstrend fort und fordern die Black Wings im Play-off. Philipp Pinter sprach mit sport10.at über die best-of-seven Serie und die neue Mentalität der Caps.

Eishockey |  22.02.2012 | 20:16 |  Johannes Auer

Im Viertelfinale der Erste Bank Eishockey Liga zwischen dem EHC Liwest Black Wings Linz und den UPC Vienna Capitals kommt es zum Duell Erster gegen Achter. Was am Papier wie eine klare Angelegenheit aussieht, hat sich schon nach zwei von möglichen sieben Spielen als absolut offener Play-off Fight zweier ebenbürtiger Teams entpuppt. Beide bisherigen Spiele brachten erst in der Overtime einen Sieger.

Sowohl beim ersten Aufeinandertreffen in Linz, als auch beim zweiten Spiel in Wien hatte dabei jeweils die Auswärtsmannschaft das bessere Ende für sich. In Oberösterreich ließ am Sonntag Dan Björnlie die Caps jubeln, Martin Grabher-Meier antwortete am Dienstag mit dem Game-winner in der Albert-Schultz-Halle.

Caps wittern Chance

Die Vienna Capitals haben aber gezeigt, dass Linz zu schlagen ist. Nicht nur in einem Spiel, sondern auch über die Dauer einer best-of-seven Serie. Mit dem Selbstvertrauen der last-minute Play-off Qualifikation und dem Auftaktsieg in Linz trauen sich die Wiener nun auch noch weitere Erfolge zu. sport10.at sprach mit Stürmer Philipp Pinter über die Stärken der beiden Teams, das Gesicht der neuen Caps, die Rollenverteilung im Team und den weiteren Verlauf der Viertelfinalserie.

(c) GEPA-Pictures

sport10.at: Die beiden ersten Spiele hätten nicht spannender sein können. Ist auch für die weitere Serie ein solch enger Verlauf zu erwarten?

Philipp Pinter: Ich gehe schon davon aus, dass es eine enge Serie wird. Linz ist zwar als Favorit gestartet, wir haben aber aus den Erfolgen der letzten Spiele einen frischen Wind mitgenommen. Meiner Meinung nach waren wir sogar zweimal die bessere Mannschaft. Einmal waren wir am Ende glücklicher, einmal die Linzer. Beide Teams spielen mit vier Linien. Ich denke also, dass auch die Kraft und Ausdauer für keine Mannschaft ein Problem sein wird.

Francois Fortier hat wieder zu alter Stärke gefunden. Ist die erste Linie mit ihm, Jonathan Ferland und Benoit Gratton eure gefährlichste Waffe?

Die erste Sturmreihe spielt im Moment auf einem extrem hohen Level. Für Fortier ist es wichtig, dass er wieder gesund ist und trifft, wie man ihn gekannt hat. Er hatte das ganze Jahr immer wieder 100-prozentige Torchancen, jetzt trifft er zum richtigen Zeitpunkt wieder. Aber auch die anderen Linien können ein Spiel entscheiden.

Linz ist zwar als Favorit gestartet, wir haben aber aus den Erfolgen der letzten Spiele einen frischen Wind mitgenommen.
Philipp Pinter

Trotzdem scheinen sich die Capitals heuer zu einer Mannschaft mit klassischer Rollenverteilung im Team entwickelt zu haben.

Vor allem jetzt, wo wir mit weniger Ausländern spielen, war das eine logische Konsequenz. Außerdem haben wir durch den Ausfall von Raffael Rotter und den Abgang von Harald Ofner offensiv nicht mehr die Dichte, die man gewohnt war. Unsere erste Linie macht aber im Moment einen guten Job. Im Powerplay fehlt es uns noch am nötigen Glück. Aber ein Tor kann schon reichen, damit es auch wieder zu laufen beginnt.

Was hat Linz deiner Meinung nach bislang so stark gemacht?

Sie hatten das Jahr über kaum längerfristige Verletzte und eigentlich immer 14 bis 15 Stürmer. Dadurch haben sie immer konstant gespielt und auch das Powerplay und Penaltykilling hat gut funktioniert. Jetzt sind die Erfolge der regulären Saison aber Schnee von gestern. Ich weiß auch nicht wie sie die Situation mit vier bis fünf verletzten Stammspielern gelöst hätten. Sie haben definitiv eine super Mannschaft. Wer die ersten beiden Spiele gesehen hat, der weiß aber, dass wir sie schlagen können.

Im Powerplay fehlt es uns noch am nötigen Glück. Aber ein Tor kann schon reichen, damit es auch wieder zu laufen beginnt.
Philipp Pinter

Die ganze Saison war für die Capitals ein Auf und Ab. Mit der Play-off Qualifikation in letzter Minute geht es nun aber wieder klar bergauf. Sehen wir jetzt das wahre Gesicht der Caps?

Durch die ganzen Ups und Downs sind wir sicher als Team zusammengerückt. Die last-minute Qualifikation fürs Play-off hat uns noch mal einen extra Push gegeben. Es fühlt sich wieder gut an, in der Mannschaft zu spielen. Es kämpft jeder für jeden. Anders als in den Vorjahren gewinnen wir nun Spiele über aggressives Eishockey, Kampfgeist und Einsatz.

Wie lautet dein Tipp für den Ausgang der Serie?

So weit denke ich nicht. Ich gehe davon aus, dass jedes Spiel eng wird und hoffe, dass wir sie am Ende gewinnen werden.