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Wir brauchen Favre-Fußball
von Markus Geisler
Seit dem überfälligen Abgang von Didi Constantini wird darüber diskutiert, welche Art Teamchef Österreich braucht. Jung und modern? Alt und erfahren? Konzept oder Bauch? Völlig wurscht! Wer in den vergangenen sechs Monaten den deutschen Fußball verfolgt hat, weiß: Wir brauchen einen Typen wie Lucien Favre!
Was der Schweizer innerhalb eines halben Jahres aus Borussia Mönchengladbach gemacht hat, ist schier unglaublich. Aus der Schießbude der Liga (56 Gegentore in 22 Spielen) formte er ein Fort Knox (12 Tore in 18 Spielen), aus einem Hühnerhaufen-Mittelfeld ein geordnetes Ballett, aus einem Chancenvernebler-Ensemble einen Angriff so effektiv wie die Scharfschützen der MI6. Und der Clou: Das Ganze mit einem Personal, das seinem Vorgänger fast exakt so auch zur Verfügung stand. Favre-Fußball ist mittlerweile ein Qualitätssiegel im deutschen Fußball.
Favre macht vor, was mit einem klar definierten taktischem Konzept, akribischer Arbeit und einer passenden Selbsteinschätzung auch mit bescheidenen Mitteln möglich ist. Also genau das, was diese österreichische Mannschaft braucht. Leo Windtner kann den Lebenslauf des 53-Jährigen nehmen und 1:1 in das Anforderungsprofil des neuen Teamchefs kopieren. Natürlich, Typen wie Favre stehen nicht an jeder Ecke. Aber bevor Borussia zugriff, war auch er 17 Monate arbeitslos. Es ist also nicht unmöglich, so jemanden zu erschwinglichen Konditionen zu finden.
P.S.: In der aktuellen SportWoche gibt es eine ausführliche Geschichte über den Erfolgsrun von Borussia Mönchengladbach.








Markus Geisler



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