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Kurt Vierthaler

17.01.2013
10:14

Guardiola als weitere Aufwertung

von Kurt Vierthaler

Warum Bayerns Transfercoup ganz Fußball-Deutschland stolz macht.

Josep Guardiola i Sala hat sich also entschieden. Der bis dato wohl meist umworbene Trainer der Welt ist seit Mittwoch offiziell vom Markt und wird ab Sommer 2013 den FC Bayern trainieren. In Fußball-Deutschland löste diese Meldung ein kleines Erdbeben aus.

Dass sich der ehemalige Barcelona-Coach, der mit den "Blaugrana" in vier Jahren sagenhafte 14 Titel gewann, ausgerechnet für die Bayern entschieden hat, macht fast die ganze Nation stolz. Zurecht. Denn der 41-Jährige gilt als einer der größten Fachmänner und wurde nicht umsonst von zahlreichen Topklubs gejagt.

Manchester City, Chelsea, Manchester United, AC Milan - alles, was im internationalen Fußball Rang und Namen hat, war hinter dem Spanier her. Sogar als brasilianischer Teamchef war Guardiola im Gespräch. "Ich kann nur vollen Herzens und ohne Neid gratulieren. Man muss auch die Größe haben und sagen können: Chapeau! Das ist eine Riesengeschichte für die Liga, gibt ihr international noch mehr Reputation", erkannte auch Hans-Joachim Watzke neidlos an.

Der Dortmund-Boss spricht damit jene Tendenz an, die schon seit Jahren deutlich sichtbar ist: Die deutsche Bundesliga hat sich mittlerweile zu einer der besten Ligen der Welt entwickelt, wenn nicht sogar zu der besten. Volle Stadien, hervorragende Infrastrukturen, wirtschaftlich gesunde Vereine, Topspieler und dazu sportlicher Erfolg - Deutschland hat längst zur Premier League und der Primera Division aufgeschlossen. Das beweist nicht zuletzt der Transfercoup um Guardiola.

Aus österreichischer Sicht ist die Verpflichtung des smarten Katalanen ebenfalls ein absoluter Gewinn, denn ÖFB-Youngster David Alaba darf künftig von einem der renommiertesten Fußball-Lehrer lernen.


  1. ist seit 1.1.2013 Stv. Redaktionsleiter bei sport10.at

  2. hat in Salzburg Sportjournalismus studiert

  3. verbringt schon sein ganzes Berufsleben im Internet

  4. hat(te) mit Bixente Lizarazu einen ungewöhnlichen Lieblingsspieler

  5. durfte bei der EURO 2008 von zehn Spielen LIVE berichten

  6. überlebte einen dreitägigen Skisprung-Kurs in Villach

  7. findet die persönliche Bestweite von 20m noch immer nicht peinlich

  8. nennt sich nach seinem Sieg gegen Thomas Morgenstern bei Fifa 09 gerne Olympiasieger-Besieger

  9. verlor aber gegen selbigen gleich anschließend das Mailänder Derby

  10. hat sich neben dem Sport der Musik verschrieben