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Fabian Zerche

16.01.2013
10:49

Sturm hat ein Problem

von Fabian Zerche

Warum sich in Graz das Spielerkarussell wieder von vorne dreht.

Der Transfermarkt ist schnell, kompliziert und oftmals unvorhersehbar. Eine Begebenheit, die Sturm Graz im Sommer zu spüren bekam. Intensiv auf der Suche nach neuen Angreifern stieß man auf einige Namen: Terrence Boyd, Nusmir Fajic und Frank Nouble waren nur einige davon. Es wurde verhandelt, versucht langfristig zu binden - und aus verschiedensten Gründen scheiterten die Transfers.

Mit Trainingsbeginn und Bundesligastart im Nacken, musste sich Sturm anderweitig umsehen. Und sich schlussendlich mit kurzfristigen Lösungen zufrieden geben. Richard Sukuta-Pasu und Rubin Okotie hießen die Lösungen. Spieler mit Qualität - auch wenn Paul Gludovatz Okotie anfangs nicht verpflichten wollte, wie er sport10.at verriet.

Beide Stürmer besitzen zweifellos Qualität - doch beide sind mit einem Ablaufdatum versehen. Bei Sukuta-Pasu reichte es lediglich für eine 12 Monatigen Leihe. Glaubt man Stimmen aus Kaiserslautern, möchte Franco Foda Sukuta-Pasu nächste Saison wieder an der Pfalz sehen. Nimmt Sturm nicht einen beträchtlichen Betrag in die Hand - der wohl nicht vorhanden ist - verliert man "Supa". Kurios ist auch die Situation von Okotie: Der 25-Jährige weigerte sich im Sommer, einen Vertrag über 2013 hinaus zu unterschreiben. Wohl ein Mitgrund, warum Gludovatz zögerte.

Nun steht Sturm vor einem Dilemma: Beide Spieler - Stürmer eins und Stürmer zwei - könnten im Mai abhanden kommen. Während bei Okotie eine (langfristige?) Verlängerung möglich erscheint, steht Sukuta-Pasu vor dem Abschied. Und so beginnt das Spiel in Graz wieder von vorne. Qualitativ hochwertige Stürmer zu realisierbaren Bezügen nach Österreich zu locken, gehört zu den Königsdisziplinen eines Sportdirektors. Bleibt Sturm zu wünschen, dass es Ayhan Tumani gelingt, langfristige Lösungen zu finden - damit sich das Spiel kein drittes Mal wiederholt.


  1. Ist Redakteur bei sport10.at.

  2. Bekommt nur bei Fußball Gänsehaut.

  3. Erinnert sich an ein unvergessliches Gespräch mit Ivica Osim.

  4. Ist mit dem Grazer Fußball aufgewachsen.

  5. Genießt am Wochenende Stadion- oder Pub-Atmosphäre.

  6. Hat während der Transferzeit erhöhten Adrenalinspiegel.

  7. Ist Thierry-Henry-Fanboy & Die-Hard-Gooner.

  8. Klappert in Wien Konzerte ab.

  9. Findet nach Interviews, dass Klischees über Fußballer überzogen sind.

  10. Twittert unter @FabianZerche