Der ÖFB ist auf der Suche nach einem neuen Trainer für das österreichischen U21-Nationalteam fündig geworden. Ex-Kapfenberg-Coach Werner Gregoritsch wird das Nachwuchs-Team ab sofort betreuen und damit die Nachfolge von Andreas Herzog antreten, der dem rot-weiß-roten Verband erst vor wenigen Wochen den Rücken kehrte und nun als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann beim US-amerikanischen Nationalteam fungiert.
Gregoritsch folgt Herzog nach
Sportdirektor Willi Ruttensteiner zeigte sich über die Verpflichtung des 53-Jährigen sehr erfreut. "Werner Gregoritsch war unser absoluter Wunschkandidat. Er hat in den letzten Jahren hervorragende Arbeit im Profibereich geleistet und zudem vielfältige Erfahrung in der Arbeit mit jungen Spielern. Sein Engagement bei uns ist längerfristig ausgelegt und wir haben uns rasch auf einen Vertrag bis 2014 mit Option auf weitere Verlängerung bis 2015 geeinigt"
Willi Ruttensteiner
In diesem Jahr könnte bei erfolgreicher Bewerbung die U21-Europameisterschaft in Österreich stattfinden - ein großes Ziel der heimischen Nachwuchskicker. Mit anderen Kandidaten wurden von Seiten des ÖFB keine Gespräche geführt. "Auf unserer Short-List waren durchaus auch einige andere gute österreichische Kandidaten. Durch die rasche Einigung mit Gregoritsch waren aber keinerlei Gespräche mit Alternativkandidaten mehr notwendig", so Ruttensteiner.
"Habe diese Aufgabe angestrebt"
Auch Neo-Teamchef Marcel Koller soll laut ÖFB in die Entscheidung involviert gewesen sein. Pikant: Gregoritsch war noch vor wenigen Wochen einer der größten Kritiker des Schweizers, äußerste sich in diversen Interviews gleich mehrfach äußerst skeptisch. Erst nach dem Freundschaftsspiel gegen die Ukraine beschwichtigte der Grazer etwas. "Ich habe nichts gegen den Trainer oder Mensch Koller. Das wurde falsch verstanden", sagte er damals.
Werner Gregoritsch
Nun freut sich Gregoritsch auf die zukünftige Zusammenarbeit: "Es ist eine riesige Ehre und vor allem auch Herausforderung, nach mehr als einem Jahrzehnt als Klubtrainer jetzt auf Verbandsebene arbeiten zu dürfen. Ich habe diese Aufgabe wirklich angestrebt und hatte sie auch in der Vergangenheit immer im Hinterkopf. Die Erfahrung als Co-Trainer von Paul Gludovatz bei der U16-EM-Endrunde 1994 in Irland war herausragend und hat mich auch geprägt. Ich arbeite immens gerne mit jungen Menschen zusammen und habe bekanntlich auch beim GAK bereits im Jugendbereich trainiert."






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