Martin Stranzl hat bei Borussia Mönchengladbach voll eingeschlagen. Im Jänner 2011 wechselte der Österreicher von Spartak Moskau zum Traditionsklub und mutierte dort binnen kürzester Zeit zum Stammspieler und Abwehrchef.
Seit der 30-Jährige in der Gladbacher Abwehr sein Fußwerk erledigt, hat sich die gesamte Defensive der "Fohlen" etwas stabilisiert. Vor seinem Engagement kassierte man unglaubliche 46 Tore in 17 Spielen. Mit Stranzl waren es in zehn Partien immerhin nur mehr 13 Gegentreffer.
Kein Platz im Nationalteam
Diesen Stabilisierungs-Effekt hätte das zuletzt defensivschwache Nationalteam (sechs Gegentore in den letzten beiden EM-Quali-Spielen) dringend nötig. Allerdings ist der Burgenländer für Chefcoach Didi Constantini kein Thema mehr. Grund dafür ist ein Streit.
Martin Stranzl im Jahr 2009
Der Tiroler hatte Stranzl 2009 für ein Ländermatch gegen Spanien (Endstand 1:5) nicht nominiert, das stieß dem damaligen Russland-Legionär sauer auf. "Auch wenn es mir schwer fällt, irgendwann ist das Fass voll", sagte Stranzl und beendete seine Nationalteamkarriere.
Auch Manninger und Garics sagten "Ciao!"
Mit seinem Rücktritt war der Rechtsfuß nicht alleine. Juventus-Keeper Alexander Manninger (soll bei Schalke auf der Liste stehen) und Bologna-Verteidiger Gyuri Garics (derzeit mit einem Kreuzbandriss out) gerieten ebenfalls mit Constantini aneinander. Während Manninger erklärte, für das Team künftig nicht mehr zur Verfügung zu stehen, wurde Garics einfach nicht mehr einberufen.
Anschließend ließ der Italien-Legionär, der u.a. Stranzls Rückkehr gefordert hatte, mit herber Kritik am Tiroler Chefcoach aufhorchen. In der SportWoche erklärte er, Constantini hätte "keine Eier" und warf ihm "tiefes Niveau" vor. Daraufhin wurde er vom ÖFB zur Aussprache gebeten. Das Thema Nationalteam hat sich damit erstmal erledigt.
Mit Stranzl sprach niemand
Während sich Garics eine Rückkehr ins ÖFB-Team vorstellen kann (dazu müsste aber wohl ein neuer Trainer her), ist ein Comeback von Stranzl ausgeschlossen. Sein Rücktritt sei endgültig und daran würde auch ein neuer Teamchef nichts ändern, so Stranzl nach seinem Abschied.
Am Status quo hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren nichts geändert, wie sport10.at von Stranzl-Berater Thomas Böhm erfuhr. "Martin hätte zwar die Qualität fürs Team. Jeder der ihn kennt weiß aber, dass das kein Thema mehr ist", betont der Manager, der ironischerweise gerade in Istanbul weilt. Dort geht am Dienstabend (19.30) das EM-Quali-Match gegen die Türkei über die Bühne.







Martin Stranzl: 




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