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Stoergeraeusche erbosen BVBFans

Hoffenheim: "Piepton" erbost BVB-Fans

Dortmund-Fans klagen an: Beim Auswärtsspiel in Hoffenheim wurden Schmähgesänge aus dem Gästeblock mit einem Störgeräusch übertönt. Ein Mitarbeiter beichtete.

International |  15.08.2011 | 20:49 |  Christoph Regger

1899 Hoffenheim genießt in Deutschland nicht unbedingt den besten Ruf. Der Verein gilt als Dorfklub, der nur wegen der Millionen von SAP-Gründer Dietmar Hopp den Sprung in die Bundesliga geschafft hat. Meist gerät man deswegen ins Fadenkreuz der gegnerischen Fans, die den Verein gern mit teils obszönen Gesängen schmähen.

Vor allem die Dortmund-Anhänger haben sich in diesem Zusammenhang oft "hervorgetan" - so auch am Samstag beim Auswärtsspiel in der Rhein-Neckar-Arena, das der Meister mit 0:1 verlor.

Piep-Ton störte bei Fangesängen

Nun klagen die Fans des Gästeteams an: Während des Spiels wurden Choräle gegen Millionär Hopp mit einem Störgeräusch übertönt - und zwar in Form eines hochfrequenten Pieptones. Zwar räumt man öffentlich ein, dass es sich bei den Gesängen um "platte Beleidigungen" gehandelt habe, dennoch sei "aus unserer Sicht das Einspielen der Hörfrequenzen in keiner Weise akzeptabel." Das schreibt die BVB Fan- und Förderabteilung.

Eindeutig zu hören: Störgeräusche vor dem Gästeblock.
Die Geräusche seien auch von anderen Stadionbesuchern wahrgenommen worden, heißt es auf 1899aktuell.de. Es habe sich um ein schrilles und knarzendes Geräusch gehandelt. Nun spielen die Dortmund-Anhänger mit dem Gedanken, Einspruch gegen die Wertung des Spiels einzulegen. Ein Anhänger hat per Email bereits Strafanzeige wegen Körperverletzung eingebracht.

Bei Hoffenheim stößt das auf Unverständnis. "Wer mich 90 Minuten lang permanent beleidigt, sollte nicht so empfindlich reagieren", sagt Hopp in der Rhein-Neckar-Zeitung. "Wenn die BVB-Fans Anzeige erstatten, dann müsste ich 200 Anzeigen wegen Beleidigung erstatten."

Mitarbeiter platzierte Lautsprecher

Die Ursache des Geräusches ist mittlerweile übrigens gefunden worden. Es handelte sich um eine Fanfare, die in einer Holzkonstruktion versteckt worden war. "Damit haben wir als Verein nichts zu tun. Es ist für uns unklar, wie dieser Gegenstand bei den sorgfältigen Kontrollen in die Arena gekommen ist", betont 1899-Geschäftsführer Frank Briel.

Ein Mitarbeiter sorgte nun für die Aufklärung. Dieser "wollte damit nach eigener Aussage ein Gegenmittel gegen die aus seiner Sicht nicht mehr erträglichen Beleidigungen gegenüber Herrn Dietmar Hopp einsetzen", erklärte der Bundesligist in einer Aussendung. Die Aktion sollte offenbar scherzhaften Charakter haben, doch nun hat der Mann wenig zu lachen: Gegen ihn wurden arbeitsrechtliche und disziplinarische Schritte eingeleitet.



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