Es war erst vor rund einem halben Jahr, als Martin Stranzl Spartak Moskau den Rücken zukehrte und in die Deutsche Bundesliga zu Borussia Mönchengladbach wechselte. Beim abstiegsgefährdeten Klub sollte der Innenverteidiger die Abwehr stabilisieren und das Unmögliche doch noch möglich machen - den Verbleib in der höchsten Spielklasse.
Stranzl als begehrter Interview-Partner
Stranzl und Gladbach schafften es und dürfen sich damit auch in der kommenden Spielzeit auf Duelle mit Bayern München, Borussia Dortmund und Co. freuen. Einer der größten Gewinner des Abstiegsthrillers war Stranzl höchstpersönlich, der sich in den letzten Wochen und Monaten viel Respekt erarbeitet hat.
Gespielte Minuten: 1.530
Tore: 1
Assists: 1
Gelbe Karten: 2
Eine Tatsache, die nicht zuletzt durch das Interesse deutscher Medien am Österreicher belegt wird. Es gibt nur wenige Spieler, die seit Ende der vergangenen Saison öfter die Fragen von interessierten Journalisten beantworten durften - und dennoch ist Stranzls Erfolgshunger noch lange nicht gestillt.
"Wir wollen eine Schippe drauflegen"
Im Interview mit RP Online stellte der ehemalige ÖFB-Teamspieler, der erst vor kurzem seinen 31. Geburtstag feierte, klar: "Wir sollten weiter jedes Spiel so angehen, als habe es Endspiel-Charakter. Dann hat man in jeder Partie seine Möglichkeiten. Wir wollen das, was wir am Ende gezeigt haben, bestätigen, was an sich nicht leicht ist. Aber wir wollen auch eine Schippe drauflegen."
"Kann nicht immer wieder bei Null anfangen"
Denn bei einem ist sich Stranzl sicher: Die Ereignisse der vergangenen Wochen haben das Team noch enger zusammengeschweißt, den Teamspirit weiter gesteigert: "Die Mannschaft ist in sich gewachsen. Es hat sich ein Kern herausgebildet. Was wir aus der Zeit gelernt haben, muss sich aber erst zeigen. Allerdings sollte es so sein, dass wir jetzt ein paar Sachen, die wir in der vergangenen Saison erarbeitet haben, voraussetzen sollten."
Martin Stranzl
Der Innenverteidiger weiter: "Man kann ja nicht immer wieder bei Null anfangen. Das ist die Basis, auf der wir uns weiterentwickeln können und neue Dinge erarbeiten." Was Stranzl seinem Team 2011/12 zutraut? "Ich will nicht spekulieren. Entscheidend ist, dass wir die Konstanz rein bringen und die Fehler der vergangenen Saison nicht mehr machen. Es wäre schön, wenn wir nichts mit dem Abstieg zu tun hätten, sondern etwas weiter vorn landen würden."












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