Johan Vonlanthen ist nach wie vor der jüngste Torschütze bei Europameisterschaften. Der nun 26-Jährige traf bei der EURO 2004 für die Schweiz gegen Frankreich im zarten Alter von nur 18 Jahren. Sein Aufstieg war kometenhaft, eine große Karriere wurde ihm vorausgesagt.
Knieprobleme und sein Glaube
Und: "Ich weiß, dass es in meiner Karriere schwierig wird, wenn ich am Samstag nicht mehr spielen will. Am Samstag gehe ich in die Kirche, bete zu Gott und will Menschen helfen. Da kann ich nicht arbeiten und Fußball spielen. Das ist das vierte Gebot, das ich einhalten möchte. Ich glaube an zehn Gebote und an die will ich mich halten, das ist mir wichtig und tut mir gut", sagt Johan.
Vonlanthen trainiert bei Santa Fe CD
Dass das für eine Karriere als Profi-Fußballer alles andere als förderlich ist, weiß der 40-fache Schweizer Teamspieler natürlich. Aber dennoch wollte er von einem Karriereende nichts wissen. "Ich lasse mir Zeit, mal schauen, was die Zukunft bringt. Wenn Gott will, dass ich spiele, dann werde ich spielen. Ich habe in Itagüi am Samstag freibekommen, das hätte ich eigentlich nie für möglich gehalten, dass es einen Verein gibt, der mir das erlauben wird."
Ein Jahr nachdem er seinen Kontrakt bei Itagüi, ebenfalls ein Klub in Kolumbien, aufgelöst hat, steht Johan Vonlanthen nun vor einer Rückkehr in den Profifußball. Bei Santa Fe de Bogota absolviert der Schweizer seit Jahresanfang ein Probetraining. "Ich habe mein Knie behandeln lassen, es geht mir gut", sagt er. Aktuell ist der Klub Meister der kolumbianischen Liga, was Santa Fe eine Teilnahme an der südamerikanischen Champions League, der Copa Libertadores, einbringt.
Ob er unterschreiben wird, ist noch nicht klar, aber gut vorstellbar. "Ich bin optimistisch, aber ich möchte auch, dass sich der Verein gut fühlt", sagt er. Und mit seinem Glauben gibt es keine Probleme, da der Klub seine Heimspiele in der Regel am Samstagabend austrägt. "Ich habe keine Probleme damit, am Samstagabend zu spielen."








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