Die letzte Meldung, die von der Fußball-Insel Großbritannien bezüglich Johnny Ertl durch Österreich flatterte, hörte sich schon fast wie die Zukunft des 29-Jährigen Innenverteidigers an: Beim League-One-Klub Leyton Orient aus London spielte Ertl vor. Ist es also nach seinem Engagement bei Crystal Palace zu Beginn seines Auslandsprojekts nun die Rückkehr nach London?
"Wird nicht mein nächster Verein"
Der angestrebte Wechsel nach dem Abgang von Sheffield United ist also noch nicht vollzogen. Nach wie vor befindet sich Ertl auf Vereinssuche. Ungeduldig macht die Suche den ablösefreien Innenverteidger die Warterei nicht: "Ich werde nicht nervös. Natürlich hätte ich gerne eine Lösung in den nächsten paar Tagen oder Wochen, weil ich einfach hungrig darauf bin, Fußball zu spielen." Wenngleich eine Neuregelung in England die Suche nicht gerade einfacher macht.
"Die Klubs haben Probleme"
Der so genannte "Salary Cap" schreibt den Klubs der zweiten und dritten Liga ab heuer vor, dass sie nur noch 65 Prozent des Jahresbudgets für Spielergehälter ausgeben dürfen. "Die Klubs haben dabei viele finanzielle Probleme, können keine neun Spieler verpflichten. Viele Kicker sind derzeit kostenlos frei, doch durch die neue Regelung wartet jeder Verein zu", sagt Ertl.
Zuerst sehen sich die Klubs das Material in den ersten Runden an, dann wird nachjustiert. Somit spart man sich als Verein ein Juli- oder sogar Augustgehalt, ehe man einen "Free Agent" wie Ertl verpflichtet.
Johnny Ertl über die Wartezeit
Insel allein muss nicht sein
Am Samstag startet nicht nur die Premier League in die neue Saison, sondern auch die Ligen darunter. "Der Transfermarkt in England ist noch relativ ruhig, nach dem Ligastart wird Bewegung reinkommen." Zwanghaft muss Ertl nicht in dem Land, dass ihm so ans Herz gewachsen ist unterkommen: "Ich bin für alles offen, würde - wie bereits öfters erwähnt - gerne hier bleiben, aber es muss nicht sein. Mein Fokus liegt nach wie vor im Ausland, doch auch Österreich wäre ein Thema."
Eine Deadline, wann Ertl das Trikots seines neuen Arbeitgebers überstreifen will, hat er sich nicht gesetzt:" Es gibt keine Grenze, es bringt nichts zu sagen: 'In 48 Stunden brauche ich einen Verein. Wenn du kostenlos frei bist, kannst du morgen einen Anruf kriegen, oder eben in einer oder zwei Wochen. Jetzt muss man abwarten, die richtige Zeit wird kommen."








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