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eine Katastrophe

"Das war eine Katastrophe"

"Die waren um einige Klassen besser als wir, wir hatten keine Chance." So analysierte Salzburg-Chefcoach Ricardo Moniz die 0:4-Pleite im EL-Sechzehntelfinal gegen Metalist Kharkiv.

Euroleague |  17.02.2012 | 11:42 |  Stefan Weger

So viel hatte sich Red Bull Salzburg für das Hinspiel gegen Metalist Kharkiv vorgenommen, doch am Ende steht eine 0:4-Niederlage. Der Traum vom Europa-League-Achtelfinale ist wohl schon nach 90 von 180 Minuten geplatzt. Bereits nach 21 Sekunden patzte Douglas da Silva, Taison traf zum 1:0. Der Anfang vom Ende für die Salzburger.

Wir haben unsere Qualität nicht abgerufen.
Simon Cziommer

Cziommer: "Das 0:2 war bitterer"

"Nach dem 1:0 hätten wir weiterspielen müssen, das haben wir aber nicht getan. Das 2:0 war das bitterere Tor. Wir haben uns auf die Spieler eingestellt, haben unsere Qualitäten aber nicht abgerufen. Die Niederlage tut weh", sagte ein zerknirschter Simon Cziommer nach dem Spiel.

Salzburg-Chefcoach Ricardo Moniz brachte es auf den Punkt: "Das war eine Katastrophe." Vor allem defensiv lief bei den Salzburger nichts nach Wunsch. Douglas, eigentlich der Abwehrchef der Bullen, erwischte einen rabenschwarzen Tag. "Ich wollte Douglas nicht weiterleiden sehen, deswegen habe ich ihn nach 26 Minuten ausgetauscht."

Gekommen ist - beim Stand von 0:1 - aber kein Mann, der der wackeligen Verteidigung Stabilität verleiht, sondern mit Stefan Maierhofer ein Stürmer. "Ich habe gehofft, dass wir die Intelligenz haben, um Stefan Maierhofer zu bedienen, das haben wir aber nicht getan, wir konnten das Spiel nicht auf die Seite verlagern", so Moniz.

Die waren einige Klassen besser. Sie waren viel zu stark für uns.
Ricardo Moniz

Moniz: "Sie waren viel zu stark für uns"

Sang- und klanglos gingen die Salzburger schließlich unter. "Wir haben fußballerisch keine Chancen kreiert und waren in der Defensive einfach ganz schwach. Wir waren chancenlos. In der Halbzeit habe ich versucht, die Mannschaft aufzubauen. Wir sind mental dann aber immer schwächer geworden. Das hat mich so richtig enttäuscht, weil spielerisch war der Gegner überragend. Die waren einige Klassen besser. Sie waren viel zu stark für uns."

Überragender Mann bei Metalist war Taison. Er war an drei der vier Metalist-Treffer beteiligt. Eigentlich wenig überraschend, denn schon in den Spielen gegen die Wiener Austria in der Gruppenphase war es der Brasilianer, der die Abwehrspieler der Veilchen schwindlig spielte. Ähnlich plan- und chancenlos waren auch die Salzburger. Allen voran Stefan Hierländer, auf der rechten Seite unmittelbarer Gegenspieler von Taison. "Er hatte seine Probleme mit ihm. Wir wussten, dass Taison sehr gut ist. Normalerweise hätte Fränky Schiemer gegen ihn gespielt. Der fiel uns aber heute Vormittag verletzungsbedingt weg."

Wir müssen uns um 300 Prozent steigern und der Gegner darf nicht den besten Tag haben, dann ist noch was möglich.
Simon Cziommer

Was erwartet Salzburg vom Rückspiel?

Mit einem 0:4 geht es nun ins Rückspiel kommende Woche. "Wir müssen uns um 300 Prozent steigern und der Gegner darf nicht den besten Tag haben, dann ist noch was möglich. Wir haben in Kharkiv einiges gut zu machen", erklärt Cziommer. Ob Kharkiv den Salzburgern wirklich diesen Gefallen tut, darf nach dem Hinspiel stark bezweifelt werden.

1 Kommentare
klammstein
17.02.2012 12:41

salzburg-charkiw

die ukrainer waren zwar stark,aber nicht unbezwingbar. wer glaubt mit mendes da silva,hierländer,svento(alles keine verteidiger)und hinteregger gegen die ukrainer zu bestehen hat nicht viel ahnung... vielleicht sollten wir wieder neue spieler holen.haben ja schon lange keine mehr verpflichtet bei den kleinen kader.