Um David Alaba ist in den letzten Wochen ein wahrer Hype entstanden - ein Hype, den er jeden Bundesliga-Spieltag aufs Neue mit guten Leistungen bestätigt. Doch auch in der Champions League, der Königsklasse des europäischen Fußball, weiß der junge Österreicher zu glänzen. Wer Bayerns Champions-League-Halbfinalmatch gegen Real Madrid gesehen hat, weiß, was gemeint ist.
Mediales Lob
Österreichische Medien überschütteten den Linksverteidiger am Tag nach dem 2:1-Sieg der Münchner mit Lob. Klar, man könnte ihnen jetzt Befangenheit unterstellen. Doch auch in Deutschland ist die Anerkennung riesig.
Angesichts der Star-Kicker, die da am Rasen standen, ist eine solche Portion Extra-Lob nicht alltäglich. Doch was sagt Alaba selbst zu seiner Leistung? Er übt sich in Understatement, wie immer: "Ich habe versucht, mein Bestes zu geben und ich glaube, dass das ganz gut gelungen ist."
Gegen Ronaldo und Di Maria
"Ganz gut gelungen" beschreibt es schon annähernd. Alaba begann links hinten in der Bayern-Viererkette und hatte mit Angel di Maria einen nicht unprominenten Gegenspieler. In der Schlussphase sah er sich auch oft Superstar Cristiano Ronaldo gegenüber, der die Seite gewechselt hatte. Trotz dieser großen Namen spielte Alaba unbeeindruckt und staubtrocken sein Spiel. Ganz zufrieden war er dennoch nicht: "Es ist sehr ärgerlich, ein Gegentor bekommen zu haben", sagte er ÖFB-Internationale nach der Partie.

2:1 gewonnen: Alaba (re.) und Gomez feiern den Sieg.
Mesut Özils Treffer (53.) brachte Real eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel nächste Woche ein. Er nutzte die Verwirrung nach einer schlechten Abwehr von FCB-Keeper Manuel Neuer und verwertete ein Zuspiel von Ronaldo zum 1:1. Die gesamte Bayern-Defensive sah bei dem Gegentreffer nicht sonderlich gut aus - inklusive Alaba, der von seinem Trainer aber einen Freispruch erhielt: "Beim Ausgleich wollte David keinen Elfmeter riskieren", sagte Jupp Heynckes.
Die Bestia Negra schlägt zu
Am Ende gingen die Bayern dennoch als Sieger vom Platz. Zu verdanken haben sie das ihrem Scharfschützen vom Dienst, Mario Gomez. Er traf in der 90. Minute nach einer traumhaften Vorarbeit von Philipp Lahm zum 2:1. Die Bestia Negra hatte zugeschlagen - ganz typisch am Spielende.
"Wir waren ganz gut eingestellt und haben ganz gut gespielt. Wir wollten gewinnen und das haben wir auch geschafft", bilanzierte Alaba. "Wir haben es ganz gut gemacht mit dem Pressing im Mittelfeld, haben die Bälle gut erobert, sind Gegenstöße gefahren und haben versucht zuzuschlagen."
Kurz vor Schluss fruchteten die Bemühungen der Hausherren, die vom "Finale dahoam" nur mehr ein Spiel entfernt sind. In Madrid würde ein Remis reichen, um aufzusteigen. Diese Chance will Alaba wahrnehmen: "Wir werden uns jetzt voll auf das Rückspiel konzentrieren und versuchen, in Madrid weiterzukommen."
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