20 Minuten. So lange waren in der Geschäftsstelle von APOEL Nikosia Tickets für das Champions-League-Viertelfinalspiel gegen Real Madrid zu haben. Danach war Schluss und das Kontingent vollständig ausgeschöpft.
In einer bummvollen Arena setzten die Fans gegen "Goliath" Madrid am Dienstag auf Einschüchterung: "Feel the Terror of Nikosia", teilte der zypriotische Anhang den Königlichen via Spruchband mit. Doch das vor Selbstvertrauen strotzende Weiße Ballett zu verunsichern ist dieser Tage keine einfache Aufgabe.
APOEL verteidigt geschickt
So lief alles wie erwartet. Die hoch favorisierten Spanier spielten, APOEL verteidigte, und zwar mit Mann uns Maus. Immer wieder kam Real über die linke Seite, wo Superstar Cristiano Ronaldo sein Unwesen trieb. Der Portugiese war wie gewohnt der Kopf des madrilenischen Spiels, allerdings fehlten ihm die zündenden Ideen, um die geschickt verteidigenden Hausherren auszuhebeln.
Kaka bringt den Umschwung
APOEL-Coach Ivan Jovanovic wird's gefreut haben. Er hatte sein Team taktisch blendend eingestellt. Mit massierter Deckung zog der zypriotische Underdog den Königlichen den letzten Nerv. Zeitweise hatten die Gäste 70 Prozent Ballbesitz, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. So musste man sich nicht wundern, dass sich die Spielanlage in Hälfte zwei kaum änderte. Real lief an, und APOEL stand weiter massiert am eigenen Sechzehner. Gefährlich wurde der "David" kaum, und wenn, dann durch Standards.
Real versuchte sein Glück dagegen mit Kombinationsspiel und verließ sich zunächst auf das Tor-Trio Ronaldo/Benzema/Gonzalo Higuain (zusammen heuer 92 Tore!). Nach knapp über einer Stunde hatte Coach Jose Mourinho genug gesehen und riss die Drillinge auseinander. Für Higuain kam Kaka, und der Joker sollte tatsächlich stechen. Zehn Minuten nach seiner Einwechslung flankte der Brasilianer gefühlvoll in den Fünfmeterraum, und Benzema vollstreckte per Flugkopfball (74.).
Kaka lässt Treffer folgen
Acht Minuten später war es Kaka himself, der Real mit 2:0 in Führung brachte. Er schob nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Marcelo ein. Nur beim 3:0 durch Benzema hatte der 29-Jährige seine Füße nicht im Spiel. Diesmal bediente Mesut Özil den Franzosen, und der hatte keine Probleme zu vollenden (90.). Kurze Zeit später war Schluss und "David" APOEL klar geschlagen. Und Kaka hatte einen riesigen Anteil daran.
Durch den klaren Sieg steht Real mit einem Bein im Halbfinale. Gleiches gilt für Chelsea, das im Parallelspiel bei Benfica Lissabon mit 1:0 gewann. Das Goldtor für die Blues erzielte Salomon Kalou in der 75. Minute. Die Rückspiele beider Begegnungen gehen am 4. April über die Bühne.








Spielplan und Tabelle








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