Terrence Boyd ist in aller Munde. Nicht nur in Österreich, auch in den USA und Deutschland hat sich das Gerüchtekarussel rund um den 21-Jährigen in den vergangenen Tagen und Wochen heftig gedreht. Ein Ende ist in Sicht - und sieht ein Engagement in der österreichischen Bundesliga vor. Am kommenden Mittwoch trifft der Neo-Teamspieler im zweiten WM-Qualispiel der USA auswärts auf Guatemala, wird schon kurze Zeit später im Flugzeug Richtung Wien-Schwechat sitzen.
US-Team: Störende Einflüsse unterbunden
Das war auch im Interesse Boyds, der in den vergangenen Wochen einen ungeahnten Aufstieg auf der Karriereleiter erlebte. Nachdem er in der vergangenen Regionalliga-Saison 20 Treffer für die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund erzielte, feierte er am 27. Mai gegen Schottland sein Startelfdebüt im Nationalteam. Hektische Wochen für den sympathischen 21-Jährigen, der den Rummel um seine Person bisher aber ganz gut weggesteckt hat.
Robuster Stürmer mit "großem Willen"
"Die letzten Wochen waren für mich sehr interessant und auch hilfreich. Ich kann beim Nationalteam eine Menge lernen. Ich merke das in jedem Training mit und gegen Spieler wie Clint Dempsey, Landon Donovan oder Tim Howard", so Boyd im Gespräch mit sport10.at. Die österreichische Bundesliga war für den Youngster von Anfang an eine Überlegung wert: "Die Liga ist sehr attraktiv, genießt in Deutschland einen hohen Stellenwert. Ich bin der Meinung dass diese Liga einen jungen Spieler sehr voranbringen kann."
Terrence Boyd
In der vergangenen Spielzeit konnte Boyd in der deutschen Regionalliga West alle 120 Spielminuten einen Torerfolg bejubeln - ein Schnitt, den sich der Neo-Teamspieler hart erkämpft hat: "Mein Spiel ist sehr kampfbetont und ich habe einen großen Willen, Spiele zu gewinnen." Eigenschaften, die auch Rapid imponiert haben, zumal die Hütteldorfer schon seit dem Abgang von Nikica Jelavic auf der Suche nach einem robosten Strafraumstürmer sind. Boyd passt diebezüglich nahezu perfekt ins Anforderungsprofil.
Länderspieltermine als Konfliktpotenzial?
"Offensiv habe ich den gewissen Torinstinkt, mit meiner Spielweise zwinge ich Verteidiger zu Fehlern", so das in Bremen geborene Juwel: "Ich bin ganz klar ein Boxplayer, im Sturmzentrum zuhause." Bei Rapid soll Boyd einen längerfristigen Vertrag unterschreiben, will sich mit guten Leistungen für weitere Einsätze im Nationalteam empfehlen. "Ich will an mir arbeiten und mich so gut wie möglich weiterentwickeln. Man kann sich immer verbessern, ich will vor allem versuchen, mein Spiel noch schneller zu gestalten."
Terrence Boyd
Etwas gewöhnungsbedürftig werden aus Sicht Rapids die weiteren Länderspieltermine des US-amerikanischen Nationalteams sein, die sich nicht mit jenen der europäischen Mannschaften decken. "Da wird man sich öfter untereinander absprechen müssen", weiß auch Boyd und fügt hinzu: "Das Trainerteam ist da aber ohnehin sehr flexibel." Co-Trainer Andreas Herzog könnte dabei als Vermittler eine entscheidende Rolle spielen. Er war es ja schließlich auch, der den Transfer überhaupt erst eingefädelt hatte.













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