Rapid musste sich am Sonntag gegen Meister Sturm Graz mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben. Die Hütteldorfer gingen in der ersten Spielhälfte bereits früh durch Guido Burgstaller mit 1:0 in Führung, nach dem Seitenwechsel war es ausgerechnet Ex-Austrianer Rubin Okotie, der den Grün-Weißen mit seinem Treffer zum 1:1 wichtige Punkte im Titelkampf kostete.
Der Mann für die wichtigen Tore

Burgstaller jubelte über das Tor, jedoch nicht über den Sieg.
Burgstaller braucht Platz und nutzt ihn
Fünf Treffer durfte der Offensiv-Allrounder für die Niederösterreicher bejubeln, zwei Mal davon traf er gegen seinen heutigen Arbeitgeber. Die weiteren Tore durfte er gegen Sturm Graz, Red Bull Salzburg und Wacker Innsbruck bejubeln - neun seiner insgesamt zehn Bundesliga-Tore erzielte der 22-Jährige also gegen die vermeintlichen Top-Vier-Klubs der höchsten österreichischen Spielklasse.
Kein Zufall. Denn Burgstaller ist ein Spieler, der Platz braucht, um seine Qualitäten zu hundert Prozent ausschöpfen zu können. Diesen bekommt er vor allem gegen Teams, die sich nicht nur hinten hineinstellen und auf Fehler warten, sondern auch selbst Akzente in der Offensive setzen wollen. Das war gegen Sturm der Fall und wurde vom schnellen Offensiv-Allrounder und seinem Team auch ausgenutzt.
Okotie lässt Siegtraum zerplatzen
Rapid spielte mutig und zeigte sich im Vergleich zum Wiener Derby stark verbessert. Mit dem Führungstreffer im Rücken spielten sich die Hütteldorfer zahlreiche gute Torchancen heraus, hätten schon zur Pause deutlicher führen können. "Wir waren in der ersten Hälfte klar stärker, hätten zwei oder drei Tore schießen müssen. Das ist leider nicht gelungen. Sturm hatte zwei Chancen und daraus ein Tor gemacht", meint auch Burgstaller.
Nach dem Seitenwechsel ließ sich die Elf von Trainer Peter Schöttel etwas zurückfallen und sollte prompt dafür bestraft werden. Rubin Okotie traf entgegen dem Spielverlauf zum 1:1.
"Es ist enttäuschend"
Danach war das Spiel ausgeglichener, spielte Sturm Graz wieder besser mit. Am Ende blieb es beim Unentschieden und Rapid musste sich mit einem Punkt zufrieden geben. Auch weil nach der Auswechslung von Burgstaller (66.) nur mehr wenig nach vorne ging. "Es ist enttäuschend für uns. In der zweiten Hälfte sind uns die Kräfte etwas ausgegangen. Ich selbst habe es auch gespürt", erklärte Burgstaller nach dem Spiel, zeigte sich jedoch kämpferisch: "In der Meisterschaft ist noch alles offen, Salzburg muss noch zu uns kommen."
Der Rückstand auf Tabellenführer Red Bull Salzburg beträgt fünf Runden vor Schluss nun drei Zähler, die Chance auf den 33. Meistertitel der Vereinsgeschichte ist durch den Punkteverlust gegen die Titelverteidiger mit Sicherheit nicht größer geworden.








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