Sturm-Angreifer Imre Szabics brachte es vor dem sonntäglichen Match bei der Admira auf den Punkt: "Egal wie, wir müssen endlich auch auch auswärts punkten", forderte der Ungar - und wurde prompt zur tragischen Figur der Partie. Nach dem Führungstreffer der Hausherren durch Daniel Toth (15.) hatte der 30-Jährige den Ausgleich auf den Fuß, doch sein schwach geschossener Elfmeter war kein Problem für Keeper Patrick Tischler (20.).
Sturm fällt ab, Fans reagieren akustisch
Nach dieser vergebenen Chance auf den ersten Treffer seit vier Runden fiel Sturm leistungstechnisch stark ab. Schon nach gut einer halben Stunde intonierte die Grazer Anhängerschaft das erste Mal "Wir wollen Sturm sehen!", und brachte die Leistung der Grazer in den ersten 45 Minuten damit gut auf den Punkt.
Trainer Franco Foda reagierte, nahm den unscheinbaren Darko Bodul vom Platz und brachte Angreifer Srdjan Pavlov. Der Serbe machte seine Sache zwar etwas besser als sein Vorgänger, Hochkaräter fand aber auch er nicht vor. Das war einerseits dem abgebrühten Abwehrverhalten der Gastgeber geschuldet, andererseits fehlten Sturm zündende Ideen. Das logische Resultat: Der Meister fand nie ins Spiel zurück und musste sich nach 90 Minuten verdient mit 0:2 geschlagen geben.
Die Grazer Serien reißen einfach nicht
Sturm bleibt damit seinem Negativlauf treu. Statt dem von Szabics geforderten ersten Auswärtssieg gab's in der Südstadt wieder einmal eine Niederlage - die siebte in der laufenden Saison. Mehr Auswärtspleiten setzte es für die Schwarz-Weißen in der Ära Foda erst zwei Mal: 2008/09 (neun) und 2006/7 (zehn) - damals wohlgemerkt in 36 Runden. Nicht ausgeschlossen also, dass der Negativrekord von vor fünf Jahren heuer fällt.
Apropos Rekord: In Niederösterreich blieben die Steirer im fünften Spiel hintereinander ohne Torerfolg, das gab's in den vergangenen zehn Spielzeiten noch nie. Mittlerweile wartet Sturm seit 505 Minuten (exklusive Nachspielzeit) auf einen Treffer. Das sind über acht (!) Stunden.
Grazer stehen vor "Mission Impossible"
Ohne Tore auch kaum Punkte - das ist der logische Schluss. Die Folge: Sturm verliert in der Tabelle langsam den Anschluss ans Spitzenfeld. Auf Leader Salzburg fehlen mittlerweile schon acht Zähler. Die Titelverteidigung droht zur Mission Impossible zu werden.
Ganz anders ist es um die Admira bestellt. Die Niederösterreicher zeigten gegen Sturm eine ansprechende, schnörkellose Leistung und holten sich verdient die drei Punkte. Aktuell fehlen nur zwei Zähler auf Rang drei und die Europa-League-Quali. Wird in der nächsten Saison in der Südstadt gar international gespielt? Derzeit ist nichts auszuschließen.
| Statistik zum Spiel |
| Admira - Sturm Graz 2:0 (2:0) Trenkwalder-Arena, SR Grobelnik Tore: Toth (15.), Schicker (44./Elfer) |








Spielplan und Tabelle












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