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Walke spielerischen Momente fehlten

Walke: "Die spielerischen Momente fehlten"

Eigentlich wollte sich Salzburg mit einem Sieg gegen Sturm mit den Fans versöhnen, gelungen ist das nur bedingt. Auch Keeper Alex Walke erkannte: Spielerisch war die Leistung mangelhaft.

tipp3-Bundesliga |  20.02.2012 | 08:18 |  Christoph Regger

Nach dem 0:4 in der Europa League gegen Metalist Kharkiv leckte man in Salzburg seine Wunden. Coach Ricardo Moniz musste sich aufgrund seiner Personalentscheidungen viel Kritik gefallen lassen und hoffte gegen Sturm auf eine Antwort der Mannschaft. Seit Sonntagabend steht fest: Sein Team blieb sie schuldig. Gegen Sturm lief es spielerisch einmal mehr nicht rund. Offensiv enttäuschten die Salzburger auf allen Linien, defensiv waren nur leichte Fortschritte zu bemerken.

Einzelgespräche für ein Halleluja

Nicht nur einmal musste Schlussmann Alexander Walke in höchster Not retten. Mit seinen Paraden hielt er den Punkt für Salzburg fest. Seine Bilanz nach der Partie: "Einsatzmäßig und kämpferisch war das eine ordentliche Leistung. Sicherlich haben in der einen oder anderen Szene die spielerischen Momente gefehlt. Nach so einer Klatsche (gegen Kharkiv, Anm.) ist es nicht einfach. Der Trainer hat das aber ganz ordentlich gemacht, hat viele Einzelgespräche geführt."

Als Reaktion auf den Donnerstag war das ganz ordentlich. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.
Alexander Walke

Doch nicht nur das, Moniz würfelte seine Truppe auch völlig durcheinander. Petri Pasanen rückte in die Innenverteidigung, dafür ging Martin Hinteregger auf die linke Abwehrseite. Dusan Svento spielte im Mittelfeld, wo Simon Cziommer für Rasmus Lindgren Platz machen musste. Leonardo, gegen Kharkiv noch Kapitän, musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Für ihn kam Neuzugang Cristiano zu seinem Bundesliga-Debüt. Zudem wurde Gonzalo Zarate durch Youngster Georg Teigl ersetzt.

"Wenn wir in Führung gehen..."

Auswirkungen hatten diese Rochaden kaum, auch wenn Walke meint: "Als Reaktion auf den Donnerstag war das ganz ordentlich. Auf dieser Leistung können wir aufbauen." Er trauert vor allem den wenigen Chancen seiner Teamkollegen nach: "Wenn wir in Führung gehen, würde sich das Spiel ganz anders entwickeln. So kann immer irgendetwas passieren."

Am Ende passierte nichts, denn Sturm blieb trotz guter Einschussmöglichkeiten einiges schuldig. Auch im elften Anlauf klappte es nicht mit dem ersten Auswärtssieg in der Saison. "Ein gerechtes Unentschieden", meinte Bullen-Trainer Moniz dazu. Er machte sich auf die Suche nach den Gründen: "Kreativität ist gefragt, aber auch Schnelligkeit und Explosivität. Wenn Soriano an den Ball kommt, gibt es niemand, der tief geht. So kommt man nicht durch", so der Niederländer.

GEPA pictures/ Felix Roittner Bemängelt das Offensivspiel: Ricardo Moniz.
Bemängelt das Offensivspiel: Ricardo Moniz.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Daran gilt es zu arbeiten, denn schon am kommenden Donnerstag wartet wieder Metalist Kharkiv. Nach dem 4:0-Sieg der Ukrainer im Hinspiel gibt es wohl keine Diskussionen um die Favoritenrolle, doch aufgeben tut man bekanntlich nur einen Brief. Keeper Walke appelliert an die Mannschaft und hofft auf einen guten Start ins Match: "Wir haben den Fans und Zuschauern gegenüber eine Verantwortung. Wenn wir nach zehn Minuten mit 1:0 in Führung gehen, ist alles möglich." In Salzburg regiert also das Prinzip Hoffnung.



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