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Simkovic brauchen Zeit

Simkovic: "Wir brauchen noch Zeit"

Austria-Neuzugang Tomas Simkovic spricht auf sport10.at über fehlende Offensivaktionen bei seinem ersten Wiener Derby, große Ambitionen und seine Rolle im Team.

tipp3-Bundesliga |  20.02.2012 | 08:19 |  Radoslaw Zak

Tomas Simkovic ist zurück bei der Wiener Austria. Nach den Abgängen von Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic herrschte in Wien-Favoriten Handlungsbedarf. Kurz vor dem Ende der Transferperiode sicherten sich die Veilchen die Dienste des Linksfußes, der in der Austria-Jugend und in der Amateurmannschaft von 2005 bis 2008 Erfahrung sammelte.

Verlorener Sohn

In den drei Jahren absolvierte er 60 Erste-Liga-Partien, traf neun Mal und lieferte 17 Vorlagen. Über die Station Schwanenstadt ging es nach Wiener Neustadt, wo man ihm wegen seines Wechsels nachtrauert. "Es wäre aufgrund der wirtschaftlichen Situation sehr schwierig geworden, Tomas über den Sommer hinaus zu halten. Deshalb haben wir uns entschieden, ihm diese Chance zu geben", sagte sein Ex-Trainer Peter Stöger nach der Bekanntgabe.

Christian Ort In Wiener Neustadt war Simkovic Kapitän

"Es ging ganz schnell", erinnert sich Simkovic im Gespräch mit sport10.at. "Am 27. Jänner hat man mich kontaktiert, zwei Tage später war alles klar." Im zweiten Versuch soll nun der Durchbruch geschafft werden, bisher reichte es aber nur zu einem Kurzeinsatz gegen Ried und zu 20 Minuten Spielzeit im Wiener Derby. "Diese Entscheidungen des Trainers respektiere ich und ich bin Profi genug, um das wegzustecken. Außerdem bin ich erst seit kurzer Zeit dabei."

Sein erstes Derby im Happel-Stadion war "etwas ganz Besonderes", doch ganz zufrieden zeigt sich der 24-Jährige nicht. "Es war ein sehr emotional geführtes Spiel, das gehört dazu. Trotzdem wäre Rapid zu schlagen gewesen, mit unserer Leistung können wir aber zufrieden sein, ein 0:0 geholt zu haben." Einiges hätte nämlich besser laufen können. "Wir spielten hektisch nach vorn, uns fehlte die Ruhe am Ball. In der Offensive fehlten Kombinationen, sie ist noch ausbaufähig. Das ist jedoch normal, weil ein paar Neue hinzukamen und das Team sich einspielen muss. Wir brauchen noch etwas Zeit. Dafür sind wir defensiv sehr stabil."

Flexibler Akzentsetzer

Die Rückkehr zur Austria und die Beerbung von Junuzovic (sport10.at berichtete) ist auch mit vielen Hoffnungen und ambitionierten Zielen verbunden. Wenn es nach Simkovic geht, kann seine neue Mannschaft schon heuer Meister werden: "Das muss auch in den nächsten Jahren der Anspruch sein. Ich will in der Europa League und in der Champions League spielen. Die Austria ist der nächste Schritt dazu."

Im modernen Fußball muss man flexibel sein.
Tomas Simkovic

Bevor es soweit kommt, muss der Impulsgeber aber noch seinen Platz in der Mannschaft finden. Im Derby spielte er nicht auf der gewohnten linken Außenbahn, sondern in der Mitte. "Mein Wunsch ist es, ein Führungsspieler zu werden. Wo ich spiele, ist egal. Hauptsache ich setze Akzente in die Offensive. Im modernen Fußball muss man flexibel sein, aber auf der linken Seite fühle ich mich am wohlsten, weil es in der Mitte relativ dicht ist."

Nationalteamambitionen

Dann sollen die nächsten Schritte in Angriff genommen werden: Der Wechsel ins Ausland und die Nationalmannschaft. Simkovic durchlief nahezu alle Jugendauswahlen des ÖFB, 2007 war er mit Zlatko Junuzovic und seinem aktuellen Teamkollegen Markus Suttner Teil der U20-Nationalmannschaft, die in Kanada bei der Weltmeisterschaft den vierten Platz belegte. 

Markus Oberländer Simkovic (untere Reihe ganz rechts) bei der U20-WM in Kanada.
Spielberechtigt wäre der in Bratislava geborene Kicker aber auch für die Slowakei. "Das wäre schon interessant. Meine ganze Familie lebt dort, aber ich weiß nicht, wie ich bei einer Anfrage reagieren würde. Ich bin in Österreich aufgewachsen. Ich müsste mir alles genau anhören." Bevor weitere Schritte getätigt werden, will Tomas Simkovic nur eins: "Mich auf den Klub konzentrieren."



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