Mit 0:4 ließ sich Red Bull Salzburg am vergangenen Donnerstag von Metalist Kharkiv aus dem eigenen Stadion schießen. Eine Partie, die man sich bei Sturm genau ansah - immerhin sollte am Sonntag ausgerechnet im Bullenstall der erste Auswärtssieg der Saison her. Die Statistik sprach allerdings eine klare Sprache: Zwölf der letzten 13 Partien in der Red Bull Arena gingen verloren. Dazu kam, dass die Salzburger nach der erschütternden EL-Pleite eine passende Antwort geben wollten.
Sturm wirkt spritziger
Wiedergutmachung war angesagt, doch davon war nichts zu merken. Sturm wirkte spritziger und war in den Zweikämpfen meist einen Schritt voraus. Die zahlreichen Umstellungen bei den Bullen gegenüber dem Kharkiv-Spiel (z.B. Cristiano für Leonardo, Lindgren für Cziommer) fruchteten nur bedingt. Jakob Jantschers Stangenschuss (13.) war die beste Einschussmöglichkeit für die spielerisch schwachen Gastgeber, Sturm auf der anderen Seite war aber auch nur durch einen Weitschuss von Christian Klem (35.) richtig gefährlich. Das 0:0 zur Pause? Ein logisches Resultat.
Anschließend wurde die Partie etwas besser, und Salzburg traute sich in der Offensive mehr zu. Da es spielerisch aber noch immer nicht rund lief, versuchten die Bullen es verstärkt mit Schüssen aus der Etappe. Die Blackys ließen sich davon nicht beeindrucken und blieben gefährlich. Vor allem der starke Darko Bodul stellte die gegnerische Hintermannschaft immer wieder vor Probleme. Doch weder der kroatisch-österreichische Aktivposten noch der eingewechselte Oldie Mario Haas konnten etwas an der trostlosen Nullnummer ändern.
Das Warten auf den ersten Auswärtssieg
Sturm kann sich damit trösten, dass man gegen Salzburg heuer noch ohne Niederlage ist. "Wir haben eine gute Partie abgeliefert und hatten die Möglichkeit, hier zu gewinnen. Wir hatten die Chancen, aber der Tormann ist heute gut gestanden. Aber ein Punkt ist auch nicht schlecht", bilanzierte Bodul.
Allerdings heißt dies, dass Sturm weiter auf den ersten Auswärtssieg der Saison warten muss. Mit fünf Punkten liegen die Steirer in der Auswärtstabelle auf dem vorletzten Platz. Kann man ohne Sieg in der Fremde die Titelverteidigung schaffen? Bodul meint: Ja. "Natürlich, denn wir stehen in der Tabelle nicht schlecht da." Tatsächlich fehlen auf Leader Rapid nur drei Punkte.
Salzburg lässt die spielerische Linie vermissen
Augenscheinlich wurde in der Partie, dass Salzburg noch immer krasse spielerische Defizite aufweist. Die personellen Änderungen von Trainer Ricardo Moniz änderten daran nichts. "Wir wollten die Versöhnung, aber das haben wir nicht geschafft", sagte Abwehrmann Martin Hinteregger nach der Partie. "Wir haben derzeit nicht die Möglichkeiten, Torchancen zu kreieren. Das ist das Problem."
Mit dem Punkt sei er "überhaupt nicht zufrieden", so der Youngster, der gegen Sturm einer der besten seines Teams war. "In der ersten Hälfte waren wir zu passiv, danach sind wir besser ins Spiel gekommen. Wir sind in diese Partie gegangen und wollten gewinnen. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat." Bullen-Coach Moniz muss sich nun schnellstmöglich auf Fehlersuche begeben - denn schon am Donnerstag wartet wieder Kharkiv.
| Statistik zum Spiel |
| Salzburg - Sturm 0:0 Red Bull Arena, 5.500 Zuschauer, SR Schörgenhofer Tore: Fehlanzeige. Gelbe Karten: Hinteregger, Soriano bzw. Weber, Dudic |







Spielplan und Tabelle












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