Die letzten 24 Stunden wird Rubin Okotie nicht so schnell vergessen. Zuerst scheiterte der Transfer zu Sturm Graz an seinem Leihverein Truiden, dann musste er auf ein Fax in aller letzter Minute vertrauen, ehe es nun fix ist: Der 24-jährige Angreifer wird bis Sommer 2012 vom 1. FC Nürnberg an Sturm Graz ausgeliehen. Mit sport10.at sprach er über die letzten Stunden, den Krimi am Dienstagabend, auf was er sich in Österreich freut und warum er nicht nach Belek reist.
sport10.at: Die letzten Tage, die letzten Stunden waren ein unglaubliches Hin und Her. Zuerst warst du für alle Medien schon bei Sturm, dann wieder nicht und am Ende klappte es dann doch noch. Wie waren die Situation für dich?
Rubin Okotie: Am Dienstag in der Früh war der Stand, dass es nicht klappt. Danach hat mich das Interesse der Medien gewundert, da es eher schlecht um den Wechsel stand. Mein Berater Reinhard Tichy ist aber dran geblieben, hat mit Nürnberg gesprochen. Die haben dann auch noch mitgeholfen, dass es funktioniert.
Okoties Gespräch mit dem FAX-Gerät
"Truiden legt sich quer", war bei uns zu lesen. Was ist da genau passiert? Warum wollte dich dein Verein nicht ziehen lassen?
Sie sagten Nein, weil sie mich brauchen würden. Sie hatten so kurz vor Transferschluss keine Chance mehr, noch einen Ersatzstürmer zu finden. Es ging da um ein paar Stunden. Wenig später gab es einen Ersatz für mich und ich konnte gehen.
Der gestrige Tag war für dich also einer der stressigen Sorte?
Auf jeden Fall. Es ging den ganzen Tag hin und her, ich habe immer wieder nachgefragt, wie es jetzt ausschaut. Am Abend hat es wirklich danach ausgesehen, als ob da nichts mehr geht. Dann war ich schon im Bett und plötzlich kam der Anruf: Ich soll mich bereit machen, es kann jetzt alles ganz schnell gehen. Ich bin um zehn bei mir weggefahren, war dann um elf im Büro von St. Truiden.
Okotie über die Minuten vor dem Wechsel
Dann ging alles glatt?
Nein, auch dort war es nochmals etwas chaotisch. Es gibt dort seit einer Woche keinen Präsidenten, deshalb ist dort grundsätzlich gerade viel Hektik und Chaos im Spiel. Erst in letzter Minute wurde das letzte Fax weggeschickt.
Was ging dir durch den Kopf, als das Schlagwort Fax fiel? Dieses Kommunikationsgerät hat ja schon einige Transfers zum Scheitern gebracht.
Ja, daran habe ich auch gedacht. Da hat man ja schon einiges gelesen. Ich dachte mir nur, oh Mann, bitte funktioniere.

Von der Austria über Nürnberg zu St. Truiden und jetzt: Sturm.
Du kommst jetzt zum amtierenden Meister in Österreich. Ein gutes Gefühl?
Ich freue mich riesig wieder in Österreich zu sein, mit einer super Mannschaft und einem sehr guten Trainer und richtig guten Fans. Wie du sagst, sie sind Meister, haben nur fünf Punkte Rückstand, da ist noch viel möglich.
Sturm hat in den letzten Wochen viele neue Wege eingeschlagen. Vor allem im Verein selbst. Konntest du dich da schon etwas informieren?
Ich weiß, dass es einen neuen Präsidenten gibt, diese Änderungen habe ich mitbekommen. Näheres folgt dann in den nächsten Tagen, dafür ging der Wechsel nun etwas zu schnell.
Als Roman Kienast zur Austria wechselte, wirst du nicht automatisch an einen Transfer von dir zu Sturm gedacht haben, oder?
Nein, ich dachte eigentlich nicht, dass ich St. Truiden verlassen würde, ehe der Anruf von meinem Berater kam, ob ich mir nicht vorstellen könnte, zu Sturm zu wechseln. Ich musste dann nicht lange überlegen.
Okotie über den überraschenden Wechsel
Du bist nun ausgeliehen bis Sommer 2012. Welche Gedanken machst du dir für die Zukunft?
Ich mache mir da keine Gedanken derzeit. Ich freue mich, dass ich bei Sturm Graz diese große Chance bekomme. Dafür möchte ich alles geben. Ich freue mich einfach auf die Topspiele, wenn es gegen Rapid oder Salzburg geht. Es ist einfach schön, wieder in Österreich zu sein. Immerhin war ich fast eineinhalb Jahre nur sehr selten hier.
Wie geht es in den nächsten Tagen jetzt weiter? Reist du noch nach Belek ins Trainingslager von Sturm?
Ich bin nicht in Belek bei Sturm, das geht sich alles nicht aus. Ich werde direkt von Düsseldorf nach Wien fliegen. Ich muss hier in Belgien einfach noch einige Dinge erledigen. Wäre ich heute nach Belek geflogen, hätte ich am Sonntag nochmals zurück nach Belgien reisen müssen. Da hätte ich unnötig Tage verloren. Sonntag oder Montag geht es dann nach Graz. Dienstag ist dann Training, außerdem bekomme ich schon vorher ein Programm von Sturm, welches ich in den nächsten Tagen absolvieren kann. Das ist mit dem Trainer so vereinbart.






International:
Bundesliga:
Spielplan und Tabelle












Mitkommentieren! Sagen Sie uns Ihre Meinung ›