sportmagazin
sportmagazin
sportwoche
toptimes

Loggen Sie sich bitte ein!

Beim Stiegenlauf: Dominik Scherr.

Hickhack beendet: Scherr ist Kapfenberger

Nach langem Tauziehen könnte der Traum von der Bundesliga für Castingshow-Gewinner Dominik Scherr bald in Erfüllung gehen. sport10.at erfuhr: Er ist nun fix KSV-Spieler.

tipp3-Bundesliga |  04.01.2011 | 15:19 |  Christoph Regger

Am 3. Jänner ist der SV Kapfenberg in die Vorbereitung für die Frühjahrssaison gestartet. Trainer Werner Gregoritsch ließ seine Jungs Kondition schinden und brachte sie mit Stiegenläufen und Einheiten in der Kraftkammer gehörig ins Schwitzen. Mit dabei waren 38 Spieler und zwei Trainingsgäste.

Einer davon heißt Dominik Scherr, der Gewinner der Castingsshow Austria's new Footballstar auf Puls4. Sein Preis: Ein Profivertrag beim KSV. Schon im Frühjahr wird er für die Falken auflaufen, bis zuletzt ließ man den 18-Jährigen jedoch ordentlich in der Luft hängen.

Uneinigkeit bei Ablöse

Bei den Vertragsmodalitäten spießte es sich nämlich. Scherrs Ex-Verein, der steirische Landesligist FC Gleisdorf, forderte eine Ablösesumme in fünfstelliger Höhe. "Dominik hatte Amateur-Status. Dem FC Gleisdorf stehen die vom Verband festgeschriebenen 13.500 Euro zu, wenn er in der Übertrittszeit wechselt. Ich verstehe den Klub vollkommen. Die Regeln muss man einhalten", bekräftigt KSV-Präsident Erwin Fuchs.

Wer diese 13.500 Euro zahlt, war zunächst völlig unklar. Kapfenberg jedenfalls wurde versprochen, dass Scherr ablösefrei kommt. "Wir hatten eine Abmachung", betont Fuchs, der auch leise Kritik an den Sendungsverantwortlichen anklingen lässt: "Eigentlich hätte man das im Vorfeld schon abklären sollen. Wir brauchen da eine ordentliche Lösung."

Scherr seit Dienstag KSV-Spieler

Die gibt es nun offenbar. KSV-Sportdirektor Herbert "Mucki" Wieger bestätigte im Gespräch mit sport10.at: "Wir haben eine Einigung erzielt. Dominik ist KSV-Spieler." Bei der Agentur Davitasports mit Sitz in Deutschland ist man darüber froh. "Es gab einige Missverständnisse. Wir haben die Kosten von 13.500 Euro übernommen, das war von Anfang an klar", beruhigt der Initiator von Austrias new Footballstar, Martin Daxl.

Nun dürfte einem Engagement von Scherr in der Böhler-Stadt nichts mehr im Wege stehen. Beim KSV ist man mit den bisher gezeigten Leistungen des Neuen zufrieden - auch, wenn der Jungspund unter den ersten Trainingseinheit als KSV-Profi gehörig ächzte. Präsident Fuchs: "Dominik hat seine Hausaufgaben gut gemacht. Mal sehen, wie er sich entwickelt."

Scherr selbst ist froh, dass das lange Warten ein Ende hat. "Ich habe meine Kollegen zum ersten Mal richtig getroffen. Das sind super Leut', ich bin toll aufgenommen worden", schwärmt der Steirer. Sein Ziel ist es, Erfahrung zu sammeln. Und wer weiß: Vielleicht reift beim KSV ja tatsächlich der nächste heimische Fußballstar heran.



Wer hat die besten Fans in der Bundesliga?


  • sportmagazin

    • Lionel Messi
    • Marc Janko
    • Roger Federer
    • Michael Schumacher