Austria Wien marschiert weiter. Gegen den Tabellenletzten aus der Südstadt gewannen die Violetten mit 4:0. Doch das Ergebnis klingt souveräner, als der Spielverlauf war. Gerade die Chancenauswertung war nicht zufriedenstellend. "Wir sind als Mannschaft noch in einer Lernphase", sagte Trainer Peter Stöger nach der Partie bei Sky. "Und auch solche Phasen bringen uns weiter in unserer Entwicklung."
Dilaver: "Dafür bekommt man die Bestnote"
Dilaver ersetzte den gelb-rot gesperrten Fabian Koch als Rechtsverteidiger, Kienast kam als Joker in der Schlussphase. Da hatte Dilaver die Partie per Assist und selbst erzieltem Tor schon entschieden. Kienast packte einen Doppelpack oben drauf."Die Konkurrenz im Kader lebt", urteilte Stöger daraufhin.
Seine Spieler nehmen den Ball auf. "Der Fabian hatte super gespielt", sagte Dilaver. "Da ist es schwer für mich, ins Team zu kommen. Heute hatte ich die Chance zu spielen und habe sehr gut gespielt, wie ich finde, aber im Mittelpunkt steht natürlich der Erfolg der Mannschaft." Für genau den sorgte Dilaver mit seiner punktgenauen Flanke auf den Kopf von Alexander Gorgon und seinem eigenen Tor nach einer Grünwald-Ecke. "Für ein Tor und einen Assist bekommt man normalerweise die Bestnote", sagte der 21-Jährige mit einem Lächeln. In der nächsten Runde ist Kochs Sperre abgelaufen. Dass Dilaver dann wieder ins zweite Glied rückt, ist für ihn nicht selbstverständlich: "Der Trainer hat nun die Qual der Wahl."
Roman Kienast
Die hat Stöger auch im Sturm. Nacer Barazite saß gegen die Admira 90 Minuten auf der Bank. Kienast durfte immerhin die letzten zehn Minuten auf den Platz - seine elfte Einwechslung in Folge. "Wenn ich reinkomme, will ich natürlich so gut wie möglich spielen", sagte der 28-Jährige. "Gerade weil ich an den jüngsten Erfolgen nicht so Anteil hatte." Sein letztes Tor erzielte der ehemalige Nationalspieler vor vier Monaten. Nun holte er einen Elfmeter raus, verwandelte diesen souverän selbst und packte dann den Doppelpack. "Mehr ist in der Einsatzzeit glaube ich nicht drin", sagte Kienast. Auch er betonte, wie wichtig der Erfolg für die ganze Mannschaft sei. "Jetzt können wir schauen, was die anderen machen."
Vor dem Verfolger-Duell Red Bull Salzburg gegen Rapid Wien hat die Austria einen komfortablen Vorsprung. Wenn es nach den Verantwortlichen geht, soll das natürlich so bleiben. Ein wichtiger Teil auf dem Weg zum Meistertitel ist für Stöger: "Uns zeichnet schon die ganze Saison aus, dass wir einen ausgeglichenen Kader haben". Fällt ein Spieler aus, springt ein anderer ein und empfiehlt sich wie Kienast oder Dilaver.
Ein Luxusproblem sieht der Trainer aber nicht. "Wir haben Luxus, aber kein Problem. Jetzt bin ich wieder gefragt, für Mittwoch die beste Elf zu finden", blickt der Trainer bereits auf die kommende Aufgabe gegen die SV Ried.








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