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Wie sich Sturm Graz den Feinschliff holt

Das erste Halbjahr unter Peter Hyballa ist Geschichte. In der Vorbereitung will sich Sturm nun den Feinschliff holen. sport10.at über Transfers, Training und Trainer.

tipp3-Bundesliga |  27.12.2012 | 09:33 |  Fabian Zerche

Die erste Hälfte der Saison 2012/2013 ist geschlagen. Für Sturm Graz begann die Zeit nach Franco Foda, der vor Saisonende nach 15 Jahren den Verein verließ. Peter Hyballa trat in seine Fußstapfen und holte 35 Punkte. Drei mehr als Vorgänger Foda nach 20 Spielen im Vorjahr. Nach einem holprigen Start stabilisierte sich Sturm, blieb neun Spiele en suite ungeschlagen, musste sich jedoch zuletzt der Austria 3:1 geschlagen geben. Tabellenplatz vier ist für Hyballa "in Ordnung", jedoch sieht der Deutsche "viel Luft nach oben."

Was könnte sich am Transfermarkt tun?

Auf den Geschäftsführer Sport Ayhan Tumani wartet ein intensiver Transfer-Winter. Manuel Weber und Darko Bodul sind abwanderungswillig. Beiden werden keine Steine in den Weg gelegt. Als Interessenten werden Austria und Rapid gehandelt - doch auch das Ausland ist ein Thema. Sollte sich eine Chance am Markt ergeben, könnte Sturm Graz Neuzugänge für die Achillesferse im zentralen Mittelfeld und der Innenverteidigung holen. Kommt ein zentraler Mittelfeldspieler, würde Michael Madl in die Innenverteidigung rücken.

Ebenso wird das Comeback von Jürgen Säumel herbeigesehnt. Tumani kündigte diesen bereits als "ersten Neuzugang" an. Goran Cvijanovic ist hingegen kein Thema, wie sein Berater gegenüber sport10.at bestätigte. Interesse gibt es hingegen an Abwehrtalent Stipe Vucur, der laut Tumani "einer von vielen Kandidaten ist". Während nach Neuzugängen Ausschau gehalten wird, wurde der Vertrag von Linksverteidiger Chrstian Klem bis 2016 verlängert. Der 21-Jährige ist in dieser Saison Sturms zweitbester Vorbereiter.

Wie sieht der Trainingsalltag aus?

Mittlerweile befinden sich die Spieler des SK Sturm im Urlaub. Im Hintergrund wurde jedoch bereits an einer Umstrukturierung gearbeitet. Tumani gibt seinen Job als Co-Trainer ab und konzentriert sich auf seine Aufgaben als Geschäftsführer-Sport. Der Nachfolger wurde bereits präsentiert: Stojadin Rajkovic wird Hyballa-Assistent. Der gebürtige Serbe trainierte bereits die U18 der Sturm-Akademie.

Rajkovic besitzt die UEFA-A-Lizenz und ist laut Tumani ein Trainer, der sich durch "seinen Fleiß, seine Leidenschaft und vor allem durch seine Fachkompetenz auszeichnet." Auch unter den Jugendspielern genießt Rajkovic einen guten Ruf. Gemeinsam werden Hyballa und Rajkovic am 7. Jänner alle Spieler zum Trainingsstart begrüßen. Von 23. Jänner bis 2. Februar wird sich Sturm in Belek den Feinschliff für das Frühjahr holen.

Was steht sportlich auf dem Progamm?

Traditionell zur Vorbereitung gehören auch Testspiele. Sturm kündigte bereits drei Gegner für das Trainingslager in Belek an: Am 25. Jänner gibt es bei einem Testspiel gegen Hertha BSC ein Wiedersehen mit Daniel Beichler. Zwei Tage später heißt der Sparringpartner Berliner Athletikklub. Abschließend trifft Sturm auf den rumänischen Serienmeister Steaua Bukarest.

Wie geht es im Frühjahr weiter?

Der Meistertitel ist für Peter Hyballa kein Thema mehr. Für diesen hat der 37-Jährige nur zwei Teams auf der Rechung: "Austria und Red Bull." Damit will sich Imre Szabics nicht abfinden: "Der Kader ist stärker als im Meisterjahr. Im Frühjahr muss mehr gehen. Mehr als man glaubt!" Hyballa weiß bereits, wo er in der Winterpause ansetzen muss. "Im Ballbesitz müssen wir besser werden. Wir können zehn Mann nicht ausschalten. Das ist alles zu lasch, zu viele Querpässe, zu wenig Andribbeln", sagte Hyballa nach dem Austria-Spiel.

Zu Saisonstart müssen diese Schwächen dann sitzen. Am 16. Februar startet Sturm in Mattersburg ins Frühjahr. Dann folgen WAC (heim) und Rapid (auswärts).