sportmagazin
sportmagazin
sportwoche
toptimes

Loggen Sie sich bitte ein!

Dass Spiel anpfeift kriminell

"Dass man das Spiel anpfeift, ist kriminell"

Mit dem 6:3-Erfolg gegen den WAC sicherte sich die Austria frühzeitig die Winterkrone. Doch den Veilchen stößt vor allem sauer auf, dass das Spiel überhaupt stattgefunden hat.

tipp3-Bundesliga |  09.12.2012 | 14:56 |  Raphael Pikisch

Als der WAC am Mittwoch via Facebook seine Fans bei der Schneeräumung des Platzes um Hilfe bat, war klar, dass hinter dem Spiel des Aufsteigers am Samstag gegen die Wiener Austria ein großes Fragezeichen stehen würde. Die endgültige Entscheidung fiel schließlich erst zwei Stunden vor Spielbeginn. Schiedsrichter Alexander Harkam befand den Platz für spieltauglich.

Doch schon nach wenigen Minuten wird ihm wohl klar gewesen sein, dass es die falsche Entscheidung war. Der Platz war zwar frei von Schnee, aber gefroren und rutschig. Der 6:3-Erfolg der Wiener in der Lavantal-Arena erinnerte über weite Strecke mehr an eine Rutschpartie als ein Bundesliga-Spiel.

"Bin froh, dass sich niemand verletzt hat"

"Dass man das Spiel anpfeift ist kriminell, das verstehe ich nicht", ärgerte sich Austrias Tomas Simkovic. Und mit dieser Meinung steht er bei weitem nicht alleine da. "Es war sehr gefährlich, hier anzupfeifen",  meinte auch Peter Stöger, der vor allem froh ist, dass sich niemand verletzt hat. "Die Mannschaften haben sehr bewusst gehandelt, deshalb hat es auch wenige Fouls gegeben", stellte Stöger fest.

(c)GEPA pictures Der gefrorene Untergrund in der Lavantal-Arena.

Trotz aller Widrigkeiten kann der Austria-Trainer auf erfolgreiche 90 Minuten zurückblicken. "Dass wir als Mannschaft bereit sind, uns widrigen Situationen zu stellen, ist auch eine Frage der Moral. Ich bin sehr stolz. Ich bekenne mich ja hier nicht zum ersten Mal als Fan dieser Mannschaft", streute Stöger seinem Team Rosen.

Dritter Triplepack für Hosiner

Mit dem Sieg beim Aufsteiger sicherten sich die Wiener vorzeitig die Winterkrone und der Vorsprung auf Verfolger Red Bull Salzburg ist bereits auf sieben Zähler angewachsen. Einen großen Anteil daran hatte einmal mehr Philipp Hosiner. Völlig unbeeindruckt vom Zustand des Rasens erzielte der Goalgetter seinen dritten Triplepack in dieser Saison. "Seine Schnelligkeit ist auf dem Boden nicht unbedingt ein Nachteil. Dass der Hosi auf guten und schlechten Böden treffen kann, hat er gezeigt", brachte es Stöger auf den Punkt.

Beeindruckend ist vor allem die Leichtigkeit, mit der der 23-Jährige zur Zeit scheinbar nach Belieben trifft. Nach 19 Runden hält er bereits bei 20 Treffer, liegt nicht nur in der Torschützenliste souverän auf Platz eins sondern liegt auch im Rennen um den Goldenen Schuh auf Platz drei und lässt damit etwa Cristiano Ronaldo hinter sich.