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Kraft Will Sportklub aufsteigen

Kraft: "Will mit Wr. Sportklub aufsteigen"

Mit Innsbruck und Wr. Neustadt hat es Helmut Kraft vorgemacht, nun soll es mit dem Wr. Sportklub wieder gelingen. Der Tiroler will mit seinem neuen Arbeitgeber den Aufstieg schaffen.

tipp3-Bundesliga |  22.12.2012 | 07:40 |  Michael Litschka

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Helmut Kraft ist zurück im Business. Im November 2010 wurde der 54-jährige beim LASK entlassen, nun wechselt er in die dritte Leistungsstufe. Genauer gesagt trainiert er künftig den Traditionsklub Wiener Sportklub, mit dem Kraft in den Profibetrieb aufsteigen möchte.

Dass er Erfahrungen mit Aufstiegen hat, bewies der Tiroler in den letzten Jahren. Innsbruck brachte er von der Regionalliga zurück in die Bundesliga, mit Magna Wiener Neustadt schaffte er ebenfalls den Aufstieg in die höchste Spielklasse und mit Ried wurde er sogar Vizemeister. Nur beim LASK folgte der Abstieg und eine Pause vom Fußball.

sport10.at hat mit Helmut Kraft über seinen Wechsel nach Wien-Dornbach, seine Ziele, seine Erfolge und warum er überhaupt in die dritte Liga wechselt, gesprochen.

sport10.at: Sie sind neuer Trainer beim Wiener Sportklub. Wie kam der Wechsel in die Regionalliga Ost zustande?

Helmut Kraft: Der sportliche Leiter vom Sportklub, Norton Radaj, den ich schon jahrelang gut kenne, hat mich kontaktiert, da er weiß, dass ich nun gerne wieder im Fußballgeschäft tätig sein möchte. Wir haben uns dann gemeinsam mit Präsident Udo Huber getroffen und innerhalb von wenigen Stunden haben wir eine Vereinbarung getroffen, dass ich der neue Trainer werde.

Es ist auch für mich nichts Abartiges, dass ich in der dritten Liga engagiert bin. Erfolg muss man auch dort haben und den möchte ich auf jeden Fall haben.
Helmut Kraft über die Regionalliga

Haben Sie sich bereits ein Bild vom Kader gemacht oder sind Sie noch in der Kennenlernphase?

Ich bin mit Norton Radaj alle Spieler durchgegangen. Viele Spieler kenne ich, andere sind mir wiederum ganz neu und ich werde alle in den nächsten Wochen bei den Trainings kennenlernen. Ich muss mir mal ein Bild am Platz machen und dann haben wir immer noch Zeit, falls notwendig, einige Änderungen am Kader durchzuführen.

Wieso tun Sie sich die dritte Liga an?

Ich tue mir gar nichts an. Der Sportklub ist ein Verein, der eine tolle Tradition und tolle Fans vorweisen kann, das haben viele Bundesligisten nicht. Für mich war es jetzt wieder an der Zeit, mich im Fußball zurückzumelden. Ich hatte eine zweijährige Pause und jetzt möchte ich wieder aktiv sein. Es ist auch für mich nichts Abartiges, dass ich in der dritten Liga engagiert bin. Erfolg muss man auch dort haben. Der Wiener Sportklub muss wieder erfolgreich Fußball spielen.

Der Wiener Sportklub überwintert am enttäuschenden 13. Platz. Wie lauten Ihre Ziele?

Wir haben auf diesem Tabellenplatz nichts verloren. Wir wollen nach vorne kommen. Wie weit, das kann ich erst sagen, wenn ich die Mannschaft gut kenne und in der Liga einige Spiele gesehen habe. Ein klares Ziel ist derzeit also nicht möglich und aufgrund der derzeitigen Situation ist auch über nichts anderes zu reden als über Platzverbesserung.

Der FAC kann aufgrund der finanziellen Möglichkeiten nicht aufsteigen und wird die Lizenz nicht beantragen. Man müsste das Budget gar verdreifachen. Haben Sie die Hoffnung, mit dem WSK in naher Zukunft aufsteigen zu können?

Das ist natürlich schon ein Ziel von mir und das habe ich auch dem Verein gesagt. Ich habe ihnen mitgeteilt, dass ich nicht zum Sportklub komme, um zwischen Platz fünf und zehn zu spielen. Wir wollen so bald wie möglich um den Titel spielen und für mich gibt es nur das Ziel, mit dem Sportklub aufzusteigen. Wie sie das finanziell lösen, das ist nicht mein Aufgabenbereich, ich denke aber, dass sie das lösen werden, wenn wir in solch einer Position wären.

Nach dem LASK hatte ich kein Interesse, im Fußball tätig zu sein. Ich wollte Abstand gewinnen, aber mittlerweile hat sich das geändert.
Helmut Kraft über die letzten Monate

Um aufsteigen zu können, sollte einiges verbessert werden. Ist das überhaupt möglich? Dass der WSK finanzielle Probleme hat, ist ja ein offenes Geheimnis.

Ob der Verein finanzielle Schwierigkeiten hat, ist mir nicht bekannt. Der Sprung in die zweite Liga ist aber natürlich sehr groß. Meistens schaffen die Vereine das aber. Wenn der Sportklub so weit ist, wird das auch dem Sportklub gelingen.

Sie haben in den letzten Jahren viel Erfahrung im Aufstiegskampf gesammelt. Ein Vorteil, um das Ziel Aufstieg auch beim Sportklub zu schaffen?

Ich bin mit Ried Vizemeister in der Bundesliga geworden, mit Magna aufgestiegen und wurde Fünfter in der Bundesliga, mit Innsbruck aufgestiegen und in der Bundesliga Fünfter geworden und davor bin ich mit Innsbruck in die zweithöchste Liga aufgestiegen. Mit dem LASK habe ich gegen den Abstieg gespielt, was sich im Laufe der Saison damals leider so entwickelt hat. Und auch mit dem Wiener Sportklub habe ich den Aufstieg vor.

Hatten Sie eigentlich vor dem Wechsel zum WSK Kontakt zu anderen Vereinen?

Ich hatte, nachdem ich beim LASK entlassen wurde, Anfragen von anderen Vereinen, nur hatte ich damals kein Interesse, im Fußball tätig zu sein. Ich wollte Abstand gewinnen, aber mittlerweile hat sich das geändert und Norton Radaj war der Erste, dem das aufgefallen ist und da habe ich gleich zugeschlagen.